Apple Trade-in: Achtung, Preisfalle 💶


neumann.digital - Digitaler Wochenrückblick #107 (im Browser ansehen)

Liebe/r Reader,

Falls du meinen Kanal schon länger als ein Jahr verfolgst, weißt du: Diese Woche war für mich eine ganz besondere. Denn die für mich wichtigsten Videos des Jahres sind erschienen und in diesem Zusammenhang habe ich ausnahmsweise mal eine Bitte an dich.

Dafür gebe ich auch etwas zurück, denn ich habe meine erste Anwendung gebaut und fünf Abonnenten erhalten sie kostenlos. Im Gegenzug brauche ich nur etwas Feedback, um sie weiter zu verbessern.

Außerdem: Warum du dein altes iPhone nicht vorschnell an Apple zurückschicken solltest. Und: Donald Trump verpasst der künstlichen Intelligenz per Dekret einen neuen Namen. Warum eigentlich?

😮‍💨 Die wichtigste Woche des Jahres

In dieser Woche standen meine „Einstellungen“-Videos zum neuen Betriebssystem iOS 27 auf dem Produktionsplan. Vor und während der Erstellung bin ich jedes Mal ziemlich gestresst - diesmal war die Zeit gefühlt besonders knapp. Tatsächlich war das „Ausschalten-Video“ erst ca. eine Stunde vor Veröffentlichung fertig. Umso erleichterter war ich, als das erste Video am Freitag online ging und das zweite schon für den Samstag bereitlag.

Die beiden Videos „ziehen“ meinen Kanal jedes Jahr gut durch die iOS-Saison, daher ist ein gutes Abschneiden essenziell.

Deshalb meine Bitte an dich: Wenn dir die Videos gefallen und/oder geholfen haben, dann leite sie an Familie und Freunde weiter, die das Thema auch interessieren könnte. Warum? Eine Weiterleitung ist das stärkste Signal, das du YouTube senden kannst - besser als jeder hochgereckte Daumen oder Kommentar.


📹 Meine Veröffentlichungen der letzten Woche

​iOS 27 Einstellungen, die du SOFORT abschalten solltest​

Dein iPhone mit iOS 27 nimmt ungewollt Sprachnachrichten auf, Siri darf aus der Nutzung deiner Banking-App lernen, und eine neue Funktion verbraucht unbemerkt mobile Daten. Gegen all das kannst du etwas tun, nur sind die Schalter dafür gut versteckt.

​In diesem Video zeige ich dir 21 Einstellungen, die du in iOS 27 ausschalten solltest: zuerst die neuen, danach die Klassiker, die du einmal im Jahr prüfen solltest. Damit dein iPhone nicht zu viel über dich preisgibt, nicht unnötig mobile Daten verbraucht und der Akku länger lebt.


​iOS 27 Einstellungen, die du SOFORT einschalten solltest​

Beim Akkustand fehlt die Prozentanzeige, wichtige Fotos landen erst nachts in iCloud, und im Keller bricht deine Telefonverbindung wegen schlechtem Netz ständig ab: Für all das hat dein iPhone eine einfache Lösung, Apple schaltet sie nur nicht von selbst ein.

​In diesem Video zeige ich dir 16 Einstellungen in iOS 27, die du einschalten solltest: von Kamera und Fotos über Safari und Mail bis zu WLAN-Anrufen und AirPods.


​iPhone 18 Pro vs. 17 Pro vs. 15 Pro: Das sagt dir Apple nicht!​

Variable Blende, Pro Controls in der Kamera-App und ein Akku, der so lange durchhalten soll wie der des iPhone 17 Pro Max: Das verspricht Apple beim iPhone 18 Pro. Ich habe es mir zum Verkaufsstart für 1.449 Euro gekauft und gegen mein iPhone 17 Pro und mein drei Jahre altes iPhone 15 Pro antreten lassen.

​In diesem Video zeige ich dir, was davon im Alltag wirklich einen Unterschied macht und wem ich den Kauf eines 18 Pro empfehle.


🎙️ Meine erste Mac-Anwendung (Tester gesucht)

Trotz Stress habe ich diese Woche nebenbei, quasi zwischen den Aufnahmen, meine erste eigene Anwendung gebaut. Natürlich mithilfe von KI, denn Programmieren habe ich in der Zeit nicht wie durch Geisterhand gelernt. Aber ich finde sie so nützlich, dass ich überlege, sie als bezahltes Produkt anzubieten.

So kam es dazu: Kürzlich habe ich mir einen neuen Teleprompter gekauft, den „Prompter“ von Elgato. Das Gerät selbst ist gut, die mitgelieferte Software ist leider katastrophal. Sie soll eigentlich meine Sprache erkennen und den Text automatisch mitlaufen lassen. Nur funktioniert das überhaupt nicht, was meine Aufnahmezeit zuletzt verlängerte, statt sie zu beschleunigen.

Also habe ich mir mithilfe von Claude selbst eine Teleprompter-App gebaut. Der Text folgt der Stimme perfekt, man kann sogar jederzeit den vorherigen Satz neu einsprechen und das Skript springt automatisch zurück. Vor- und zurücksteuern im Skript ist ebenfalls möglich - per Maus, Tasten oder Sprachbefehl.

Jetzt sagst du wahrscheinlich: Ich nehme doch keine Videos auf, warum sollte mich das interessieren? Verständlich. Unter meinen Abonnenten vermute ich nicht viele Menschen, die selbst Videos aufnehmen.

Es gibt aber eine deutlich größere Gruppe, für die meine Anwendung ebenfalls interessant ist, nämlich alle, die regelmäßig bei Webkonferenzen in Zoom, Teams und Co. etwas präsentieren. Die App kann nämlich auch so genutzt werden:

Du platzierst ein Fenster mit deinem Präsentationsskript direkt unter deiner Webcam. Die anderen Teilnehmer sehen dieses Fenster nicht, selbst wenn du deinen Bildschirm teilst. Du kannst es dir also auch über das Dokument legen, das du gerade zeigst - z.B. deine PowerPoint-Präsentation. Für die anderen Teilnehmer sieht es so aus, als würdest du sie direkt ansehen und völlig frei sprechen.

Ich kam bisher nur wenig zum Testen, aber soweit konnte ich in der Anwendung keine Fehler entdecken. Deshalb suche ich jetzt 5 Leser und Leserinnen meines Newsletters, die diese Mac-Anwendung auf Herz und Nieren testen. Einzige Bedingung: Du gibst mir ehrliches Feedback, wo es noch hakt und was besser werden muss.

Interessiert? Dann antworte einfach auf diese E-Mail.

Wichtig: Die Anwendung läuft nur auf Macs und du benötigst einen Mac mit M-Chip. Auf Macs mit den älteren Intel-Prozessoren funktioniert die Anwendung nicht.


🏠 Überrascht Apple mit 3 neuen Geräten für Zuhause?

Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman stellt Apple am Dienstag, den 13. Oktober, gleich drei neue Geräte für zu Hause vor: einen ganz neuen Home Hub, den ersten neuen HomePod mini seit 2020 und das erste neue Apple TV seit 2022. Offiziell bestätigt hat Apple das noch nicht. Gurman liegt bei solchen Terminen aber fast immer richtig.

Ein Indiz gibt es auch schon: Apple Stores weltweit haben versiegelte Kartons mit der Aufschrift „Do Not Open Until October 8“ erhalten, also „Nicht vor dem 8. Oktober öffnen“.

Der Home Hub: Kleiner als gedacht

Wie Apple das Gerät nennen wird, ist noch nicht nach außen gedrungen. In Medienberichten heißt es meist Home Hub, in der Gerüchteküche hat sich auch der Spitzname „HomePad“ etabliert. Es ist Apples erstes Gerät mit Bildschirm fürs Smart Home, also für die Steuerung von Licht, Heizung und anderen vernetzten Geräten im Haus.

Laut Gurman testet Apple das Gerät schon seit Längerem in den Wohnungen von Mitarbeitern. Der Bildschirm soll quadratisch sein, mit 6 Zoll Bildschirmdiagonale. Das ist kleiner, als viele erwarteten, eher ein iPhone auf einem Lautsprecher als ein iPad.

Der Home Hub soll Videoanrufe führen, das Smart Home steuern und Kalender, Nachrichten, Fotos, Notizen, Erinnerungen und Musik anzeigen.

Eine spannende Frage: Wessen Kalender und wessen Nachrichten zeigt das Gerät eigentlich an, wenn zwei Personen mit eigener Apple-ID im Haushalt leben? Laut Gurman und Hinweisen im Programmcode von macOS lautet Apples Antwort: Gesichtserkennung. Der Home Hub soll erkennen, wer gerade davorsteht, und dann automatisch dessen Inhalte zeigen.

Apple TV und HomePod mini: Schneller, sonst wenig Neues

Das neue Apple TV soll äußerlich gleich bleiben, aber einen deutlich schnelleren Prozessor bekommen, schnelleres WLAN (Wi-Fi 7) und eine überarbeitete Fernbedienung. Der HomePod mini behält ebenfalls sein Aussehen, bekommt einen neuen Chip und fünf neue Farben: Grün, Rosa, Blau, Weiß und Schwarz.

Der eigentliche Grund für die Produktauffrischung: Die neuen Geräte sind für Siri AI gebaut, Apples neuen, deutlich klügeren Sprachassistenten. Da Apple in diesen Produktkategorien für die EU nicht als Gatekeeper gilt, könnte die neue KI-Siri auch bei uns erscheinen. Die Apple Watch bekommt Siri AI in der EU allerdings auch nicht, weil sie eng ans iPhone gekoppelt ist. Beim HomePod ist das ähnlich. Wir werden uns hier wohl einfach überraschen lassen müssen. Voreilige Bestellungen würde ich jedenfalls nicht empfehlen.

Quellen: Bloomberg (via MacRumors), MacRumors​


🧠 Trump nennt KI jetzt „Super Intelligence“: Warum?

Am 30. September unterschrieb Donald Trump ein Dekret, nach dem US-Bundesbehörden künftig nicht mehr von „Artificial Intelligence“ (AI) sprechen sollen, sondern von „Super Intelligence“ (SI). Die Begründung des Präsidenten: „Artificial“, also künstlich, klinge nach Fake. Es handle sich vielmehr um „extreme Intelligenz, überlegene Intelligenz, höchste Intelligenz“. Als ich das zum ersten Mal las, dachte ich: Was soll der Quatsch? Sicher will Trump damit nur vor den im November anstehenden Midterm-Wahlen von seinen Problemen in der Innen- und Außenpolitik ablenken. Ganz so einfach ist es aber wohl nicht. Beobachter sehen gleich mehrere Gründe:

Zum einen soll „super“ die Technik als nationale Leistung verkaufen. Zum anderen wächst in den USA der Widerstand gegen neue Rechenzentren. Die werden dort vielerorts praktisch ohne Kontrolle hochgezogen und verbrauchen viel Strom und Wasser. Hinzu kommt die Angst vor Jobverlusten durch KI.

Kritiker sprechen von symbolischem Techno-Nationalismus ohne jede Wirkung. Der demokratische Senator Mark Warner brachte es auf den Punkt: Eine Umbenennung ändere nichts an den echten Risiken immer leistungsfähigerer KI-Systeme.

Was soll eine Umbenennung auch an Datenschutz, Stromverbrauch oder Arbeitsplätzen ändern? Das ist ein bisschen schöne Farbe auf einer Fassade, hinter der sich nichts tut. Dazu glaube ich nicht, dass sich so ein etablierter Begriff einfach umbiegen lässt. „AI“ ist im Englischen genauso fest verankert wie „KI“ bei uns.

Ein Blick auf den letzten Umbenennungs-Versuch bestätigt das. Anfang 2025 ließ Trump den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ umbenennen. Google Maps und Apple Karten zeigen US-Nutzern seitdem den neuen Namen. Durchgesetzt hat er sich trotzdem nicht: Schon kurz nach dem Dekret wollten in einer Umfrage nur 29 % der Amerikaner den neuen Namen verwenden, 53 % blieben beim alten.

Und eine Auswertung von US-Nachrichtenseiten zeigt, dass die Medien anderthalb Jahre später 7-mal häufiger „Gulf of Mexico“ schreiben als „Gulf of America“. Selbst die meisten Trump-nahen Medien sind zum alten Namen zurückgekehrt. Es wäre ein Wunder, wenn es der „Super Intelligence“ anders erginge.

Quellen: Forbes, Axios, YouGov, Nieman Lab​


💶 Tipp der Woche: Gib dein altes iPhone nicht vorschnell bei Apple in Zahlung

Hast du dir ein neues iPhone gekauft und dabei Apples Trade-in gewählt, also die Inzahlungnahme deines alten Geräts? Dann überleg dir zweimal, ob du es wirklich an Apple schickst.

Apple hat dieses Jahr die Preise kräftig angehoben, das iPhone 18 Pro kostet zum Beispiel 150 € mehr als der Vorgänger, aber auch ältere Modelle sind nun teurer.
​
Die Eintauschwerte für Altgeräte sind aber nicht im selben Umfang mitgestiegen, teilweise sogar das Gegenteil: Für ein iPhone 16 Pro Max gibt es jetzt nur noch 700 statt 795 €. Die Lücke zwischen Kaufpreis und Ankaufspreis ist also gewachsen. Das iPhone 17 kostet nun neu 1.099 €, beim Eintausch bekommt man maximal 605 €, also nur 55 % des Kaufpreises.

Weil ich diese Woche so viel zu tun hatte und mein altes iPhone noch brauchte (anderes Thema), konnte ich es nicht innerhalb der 14-tägigen Apple-Frist versenden. Ich bekam eine Erinnerungs-Mail von Apple, die zwischen den Zeilen vermittelte, dass ich nun möglicherweise weniger Geld für das Gerät bekäme.

Also schaute ich noch einmal bei rebuy nach. Dort hatte ich mein iPhone 17 Pro schon vor einiger Zeit angelegt, um zu sehen, was ich dafür bekäme. Und siehe da: Mich begrüßte ein neuer Preis, der über 200 € über dem ursprünglichen Angebot lag.

Daher: Bevor du dein altes iPhone in Zahlung gibst, vergleich den Betrag mit mindestens einem Ankaufsportal. Das kostet dich keine fünf Minuten und kann einen Unterschied von über 100 € ausmachen. (Transparenzhinweis: Keine Werbung für rebuy, nur persönliche Erfahrung.)


📰 News der Woche

🛠️ iOS 27.0.1: Face-ID-Fehler behoben, Diktier-Problem nicht

Apple hat am Montag iOS 27.0.1 veröffentlicht. Das Update behebt vor allem einen Fehler beim iPhone 18 Pro und Pro Max: Wenn Face ID den Nutzer nicht erkannte, konnte das iPhone unerwartet neu starten. Außerdem korrigiert es einen Farbfehler bei Fotos mit 2-fach-Zoom und einen Fehler, bei dem der Bildschirm nicht mehr auf Berührungen reagierte, wenn Kontrollzentrum und Mitteilungszentrale gleichzeitig geöffnet wurden.

Mir ist der Face-ID-Fehler mit meinem 18 Pro kein einziges Mal passiert. Dafür habe ich ein anderes Problem, das mit dem Update leider nicht behoben wurde: Die Diktierfunktion „verschluckt“ ganze Wörter. Und das Kuriose daran: Das iPhone hat die Wörter offensichtlich durchaus gehört. Denn genau die fehlenden Wörter tauchen kurz darauf wie von Zauberhand als Korrekturvorschlag auf, wenn ich auf die blau unterstrichene Zeile tippe.

Das bremst mich in der Alltagsnutzung des 18 Pro ziemlich aus, und ich hoffe inständig, dass iOS 27.1 diesen Fehler behebt.

Quelle: 9to5Mac​

🔓 ChatGPT: Bilder von Nutzern landeten im Netz

OpenAI hat einen Datenschutzvorfall eingeräumt: Eigene KI-Agenten haben in 53 Fällen Bilder, die Nutzer in ChatGPT hochgeladen hatten, an Bildhosting-Seiten im Internet übermittelt. Aufgefallen ist das bei Untersuchungen nach einem Hackerangriff auf die KI-Plattform Hugging Face im Juli.

Die Bilder waren nur über Links erreichbar, die nirgends öffentlich aufgelistet waren, und die meisten sind inzwischen gelöscht.

Wichtig: Betroffen waren nur Nutzer, die der Option „Das Modell für alle verbessern“ zugestimmt hatten. Damit erlaubst du OpenAI, deine Chats und hochgeladenen Inhalte zum Training seiner KI zu verwenden.

So schaltest du die Option ab:

  1. ChatGPT im Browser auf chatgpt.com aufrufen und die Einstellungen öffnen
  2. Links „Datenkontrollen“ wählen
  3. Auf „Das Modell für alle verbessern“ klicken
  4. Im Fenster „Modellverbesserung“ den Schalter ausschalten und mit „Erledigt“ bestätigen

Im selben Fenster kannst du auch deine Audio- und Videoaufnahmen aus dem Sprachmodus vom Training ausschließen.

Der Vorfall zeigt, dass Daten, die du zum Training freigibst, sehr unvorhergesehene Wege gehen können - auch wenn dieser Fall sicher eine Ausnahme war. Wenn du Fotos oder Dokumente in ChatGPT hochlädst, solltest du diese Einstellung jetzt dringend prüfen.

Quelle: ComputerBase​

Community News

🎤 Umfrage der letzten Ausgabe

iOS 27 ist seit fast zwei Wochen für alle verfügbar. Welche iOS-Version läuft auf deinem iPhone?

Kommentar:

„Ich warte seit ein paar Jahren immer auf das erste Update, um die gröbsten Bugs auszulassen 😉“

Angelehnt an den Tipp der Woche möchte ich in der neuen Umfrage wissen: Was machst du mit deinem alten iPhone, wenn du ein neues kaufst?


Liebe/r Reader

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