Apples neue Geräteversicherung: Nicht immer günstiger 🚫


neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #100 (im Browser ansehen)

Liebe/r Reader,

🎊 Willkommen zu Ausgabe 100 des Digitalen Wochenrückblicks! 🥳

Vielen Dank für die vielen E-Mails nach meinem Aufruf in der letzten Ausgabe, es kamen deutlich mehr Rückmeldungen als sonst. Jede einzelne habe ich persönlich beantwortet und verzichte hier auf einen eigenen Abschnitt.

Anlässlich des Jubiläums habe ich mir etwas Zeit genommen, um in den alten Ausgaben dieses Newsletters zu schmökern und eine kleine Rückschau zusammenzustellen. Ich wusste nämlich schon selbst nicht mehr genau, wann dieser Newsletter seinen Anfang fand.

Außerdem erfährst du, warum dieses Medium für mich immer wichtiger wird, warum du bei Apples neuestem Angebot AppleCare One besser genau nachrechnen solltest und warum die neue Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte in vielen Fällen gar nicht greift.

📬 Nur 3 Ausgaben im ersten Jahr: Wie alles begann

Der allererste Newsletter von mir erschien am 10. März 2020, und damals ging es um völlig andere Themen als heute. Zum Beispiel um das erste Elementor-Meetup in Köln, das ich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt auf die Beine gestellt hatte. (Elementor ist eine Art Baukastensystem für WordPress-Websites). Der Termin fiel nämlich zusammen mit dem Einbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Damals siezte ich meine Leser noch, heute liest sich das für mich furchtbar steif. An der Themenauswahl sieht man, dass ich als Zielgruppe vor allem andere Selbstständige im Blick hatte. Es ging um Website-Erstellung und Erkenntnisse aus meiner Tätigkeit als Freelancer.

Die Abstände zwischen einzelnen Ausgaben waren riesig: Nach dem März kam erst im Juni wieder etwas und danach erst zum Jahresende. Im ersten Jahr schaffte ich also ganze 3 Ausgaben, obwohl ich wusste, wie wichtig es ist, eine Regelmäßigkeit zu etablieren. Das war mir selbst immer ein wenig peinlich.

Weiter ging es erst im Juli 2021, mit einem bunten Mix aus allem, was ich in der Zwischenzeit gemacht hatte. Ab diesem Jahr wurde dann immerhin geduzt, aber beim heutigen Lesen wirken die Ausgaben auf mich so, als hätte ich sie in erster Linie für mich selbst geschrieben, wie eine Art Tagebuch. Tatsächlich war die Abonnentenzahl damals noch im zweistelligen Bereich. Ein Beispiel:

Ab Oktober 2022 gab ich dem Newsletter-Projekt endlich die nötige Priorität und schaffte bis zum Jahresende noch 4 Ausgaben. Darunter auch eine zum Start von ChatGPT. Betreff: "Die Zukunft begann letzte Woche". Das war nicht ganz falsch, die Bildauswahl dazu war jedoch etwas...speziell.

Ab 2023 gab es meinen immer noch namenlosen Newsletter dann wirklich regelmäßig. Über das Jahr kamen bestimmt 30 Ausgaben zusammen. Nach und nach rückten Apple- und KI-Themen für Verbraucher in den Mittelpunkt, obwohl ich auch weiterhin über Highlights meiner Selbstständigkeit berichtete. Wie zum Beispiel den Einzug in mein erstes externes Büro nach 4 Jahren im "Home Office".

Am 24. März 2024, nach einem Vorlauf von vielleicht 40 namenlosen Newslettern erschien schließlich Ausgabe 1 des Digitalen Wochenrückblicks, damals schon mit den Rubriken, die es heute noch gibt:

Eine Ausgabe in wirklich jeder Woche habe ich seither zwar nicht geschafft, sonst wäre Ausgabe 100 ja auch schon im Februar fällig gewesen. Aber allzu oft oder lange pausiert habe ich auch nicht - manchmal zum Leidwesen meiner Familie.

🗞️ Warum der Newsletter immer wichtiger wird

YouTube war über die ganze Zeit mein wichtigster Kanal und die allermeisten Leser wurden sicher über diesen Weg Abonnenten des Newsletters. Zuletzt sind meine YouTube-Aufrufzahlen jedoch merklich zurückgegangen. Ich hatte das Phänomen schon einmal hier erwähnt, es geht nicht nur mir so, sondern vielen anderen Kanälen, die Tipps und Tutorials anbieten.

Bei einem Newsletter gibt es anders als bei YouTube keinen Algorithmus, der die Reichweite beschränkt und somit kann ich hier immer sicher sein, dass er dich erreicht. Vielen Dank, dass du und 5.600 andere ihn abonniert habt. Ich weiß das sehr zu schätzen.


📹 Meine Veröffentlichungen der Woche

28 iPhone Gesten, die fast niemand kennt (aber jeder braucht)

Du willst in der Fotos-App alle Bilder auf einmal markieren und findest dafür keinen Befehl? Oder du löschst Newsletter noch einzeln aus der Mail-App? Für beides gibt es Gesten, die das in Sekunden erledigen. In diesem Video zeige ich dir 28 nützliche Gesten fürs iPhone - von einfach bis zur Profi-Stufe. Welche davon wirst du in Zukunft regelmäßig nutzen?


🍎 AppleCare One: Besser gut nachrechnen

Seit dem 4. August ist die Geräteversicherung AppleCare One in Deutschland erhältlich. Zum Festpreis von 20,99 Euro im Monat kannst du damit bis zu 3 Apple-Geräte absichern, jedes weitere kostet zusätzlich 5,99 Euro. Enthalten sind unbegrenzt viele Reparaturen bei selbst verschuldeten Schäden, der Batteriewechsel und neuerdings auch der Schutz bei Diebstahl und Verlust für iPad und Apple Watch.

Deine Geräte dürfen nun bis zu 4 Jahre alt sein, solange sie in gutem Zustand sind. Bisher musste AppleCare+ innerhalb von 60 Tagen nach dem Kauf abgeschlossen werden.

Zum Start hat Apple jedoch auch die Preise für die Versicherung einzelner Geräte (AppleCare+) kräftig angehoben. Eine iPhone-17-Versicherung kostete bis zum 3. August 8,99 Euro im Monat, nun sind es 11,99 Euro. Beim iPhone SE ging es von 4,49 auf 7,49 Euro hoch, ein Aufschlag von 67 Prozent. Apple begründet das damit, dass der Schutz bei Diebstahl und Verlust jetzt enthalten ist.

Die beworbene Ersparnis von bis zu 13,48 Euro im Monat rechnet Apple gegen diese neuen Preise. Gegen die alten Preise wären es nur 5,98 Euro gewesen.

Ob sich das Abo für dich lohnen könnte, hängt nicht nur an der Zahl deiner Geräte, sondern auch an den konkreten Modellen. ComputerBase hat 3 Fälle durchgerechnet: Für iPhone 17 Pro, iPad Pro und Apple Watch Ultra zahlst du einzeln 34,47 Euro, mit AppleCare One würdest du also 13,48 Euro im Monat sparen. In der Mittelklasse sind es noch 4,48 Euro. Bei den günstigsten Modellen iPhone 17e, normalem iPad und Apple Watch SE ist AppleCare One dagegen 52 Cent teurer als 3 Einzelverträge. Sprich: Je teurer deine Geräte, umso eher lohnt sich das neue Paketangebot.

Meine Einschätzung: Ich verzichte seit jeher komplett auf AppleCare+. Wer gut auf seine Geräte aufpasst, kann sich die Ausgabe meiner Meinung nach einfach sparen. 20,99 Euro im Monat sind 251,88 Euro im Jahr - das Geld lege ich lieber an.

Bei dir sieht die Rechnung aber womöglich anders aus. Wie hältst du es mit Geräteversicherungen? Mach mit bei der Umfrage der Woche.

Mehr zum Thema: Apple, ComputerBase, GIGA


🤖 KI-Verwendung muss jetzt gekennzeichnet werden - aber nicht immer

Seit dem 2. August müssen KI-Inhalte in der EU gekennzeichnet werden: Bilder, Töne und Videos, die eine KI erzeugt oder verändert hat, und auch KI-Chatbots müssen sich als solche zu erkennen geben.

In den Schlagzeilen klingt das schnell wie eine Kennzeichnungspflicht für alles, bei dem KI mitwirkte. Das ist jedoch nicht der Fall:

Bei Texten gilt die Pflicht nur bei Angelegenheiten von öffentlichem Interesse. Und selbst dann entfällt sie, sobald ein Mensch den von der KI erstellten Text geprüft hat und die redaktionelle Verantwortung dafür übernimmt.

Bei Bildern, Videos und Audio hingegen wird es schärfer: Gekennzeichnet werden müssen Medien, die eine KI erzeugt oder verändert hat und die echten Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen so ähneln, dass man sie fälschlich für echt halten würde. Entscheidend ist dabei, wie das jeweilige Publikum den Inhalt wahrnimmt.

Rein technische Bearbeitung ist nicht kennzeichnungspflichtig. Wer mit KI die Farben anpasst, das Bild beschneidet oder die Schärfe nachzieht, muss nichts kennzeichnen.

Um selbst ein Gespür zu entwickeln, welche Medien gekennzeichnet werden müssen, hilft dieses Werkzeug von SnipKI. Klicke auf den Kasten "Ist eine Kennzeichnung erforderlich?", beantworte 4 Fragen und du erhältst eine Einschätzung, ob eine Kennzeichnung erforderlich wäre.

Man hat sich in Brüssel Gedanken gemacht: Die Richtlinien der EU sind durchaus differenziert ausgelegt. Ausführlich beschreibt das der ARD-KI-Podcast in der Folge „Woran erkenne ich einen KI-Text?“.

Diese differenzierte Herangehensweise führt allerdings dazu, dass am Ende deutlich weniger gekennzeichnet werden muss, als man gemeinhin erwarten würde.

Das sollte dir bewusst sein: Nicht alle Inhalte, bei denen KI im Spiel war, müssen mit den neuen Icons versehen werden.

Mehr zum Thema: mimikama, Prigge Recht, EU-Kommission

Positiv überrascht hat mich die sonst so trockene EU-Kommission in sozialen Netzwerken, wo sie humorvoll mit dieser Variante des David & Victoria Beckham-Memes (eine Szene aus der Netflix-Miniserie "Beckham", hier das Original) auf die Kennzeichnungspflicht aufmerksam machte:


Community News

🎤 Umfrage der letzten Ausgabe

Würdest du ein iPhone oder einen Mac leasen?

Kommentare:

"Bei einer Nutzungsdauer von 3 (iPhone) bzw 5 Jahren (Mac) und vernünftigen Leasingraten wäre das für mich durchaus attraktiv"
„Am Ende ist es nur eine Strategie, damit bei den hohen Preisen überhaupt noch jemand in der Lage ist, sich Hardware zu leisten..“
„Vielleicht wenn ich das wirklich bräuchte für die Arbeit oder so. Ansonsten nö…“

In der neuen Umfrage der Woche möchte ich von dir wissen, ob du für dein iPhone eine Versicherung wie AppleCare abgeschlossen hast oder bewusst darauf verzichtest.


Liebe/r Reader

Einen entspannten Sonntag und beste Gesundheit wünscht dir

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David Neumann, c/o Pelka & Sozien GmbH, Kaiser-Wilhelm-Ring 3-5, Köln, NRW 50672

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David Neumann

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