Mein kostenloser Newsletter bietet dir jeden Sonntag eine Auswahl an Apple- und KI-News, exklusive Community-Inhalte und persönliche (Digital-)Beobachtungen. Melde dich jetzt gratis an und erhalte 4 Bonus-Videos zu iOS 26, iPadOS 26, macOS 26 und ein Kurztutorial für den YouTube-Player! Unten kannst du in den vergangenen Ausgaben blättern.
👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick!
Über KI liest und hörst du im Moment an jeder Ecke etwas. Aber vielleicht fragst du dich noch immer: Was bringt mir KI eigentlich konkret, wo verbessert sie denn tatsächlich meine Arbeitsprozesse?
Diese Woche nehme ich dich deshalb mit in meinen Arbeitsalltag und zeige dir an zwei Beispielen, wo KI meine Arbeitsweise tatsächlich verändert hat. Zu beiden Anwendungsfällen ist auch je ein Video von mir erschienen.
🛠️ Wie KI meine Arbeit verändert hat
Websites erstellen
Als ich mich vor knapp sieben Jahren selbstständig gemacht habe, kannte ich mich mit Websites zwar gut aus, ich erstellte sie nicht selbst.
Während meiner Zeit bei Electronic Arts gab es zwei Möglichkeiten: Meist schrieb ich ein Briefing für eine Agentur und diese erstellte dann die Seite. Und dann gab es noch EA.com. Die Unternehmenswebsite wurde nicht durch Agenturen erstellt, sondern von meinen Kollegen in Kanada und den USA, auf einer riesigen Enterprise-Plattform von Adobe.
Ich habe wirklich weit in meiner Facebook-Zeitleiste zurückgescrollt, aber nur dieses Foto vom EA Sports Campus in Vancouver gefunden. Dort regnete es ständig.
Mit der Selbstständigkeit brachte ich mich dann erst einmal auf den Stand der Technik, was das eigene Erstellen von Websites anging.
WordPress kannte ich schon, und gerade drängten die auf WordPress basierenden Page Builder auf den Markt. Bis heute gibt es davon eine ganze Reihe.
Ein Page Builder ist eine Art Editor, mit dem du Webseiten zusammensetzt, ohne sie selbst zu programmieren. Meine Wahl fiel auf Elementor. Dazu habe ich einige Blogartikel geschrieben, die ich bis heute aktuell halte. Ganz ohne Code ging es damit trotzdem nicht: Kenntnisse in HTML und CSS halfen hierbei auf jeden Fall. Das war der Status quo von 2019 bis ungefähr 2024.
Dann kam Vibe Coding, möglich gemacht durch die neuen generativen KI-Werkzeuge. Vibe Coding heißt nichts anderes, als dass du eine Website oder eine Anwendung im Dialog mit einer KI erstellst.
Du gibst deine Befehle in ganz normaler Sprache ein, ohne eine einzige Zeile Code, nicht einmal tiefes Website-Wissen ist nötig.
Genau das habe ich diese Woche zum ersten Mal ausprobiert. Im Video zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich dabei vorgegangen bin.
Ein Tipp vorweg, falls du auch einmal eine Website "vibecoden" möchtest: Nimm dir eine zweite KI zur Hand, die deine Befehle sauber aufdröselt und strukturiert, bevor du sie an den Vibe-Coding-Chat weitergibst.
Transparenz-Hinweis: Dieses Video ist ein Promotion-Video. Deshalb war dort nicht der Platz, die Schwachpunkte zu beleuchten, die die neue Technik zweifelsohne noch hat:
Ab und zu verrannte sich die KI so komplett, dass man in einer Sackgasse landete, aus der zumindest ich nicht mehr herausgekommen bin. Man sollte also regelmäßig Sicherungen erstellen. Eine gewisse Frustrationstoleranz brauchst du momentan noch, wenn du mit KI eine Website bauen möchtest. Auf 80 - 90% der fertigen Website kommst du mit Vibe Coding sehr schnell. Aber die letzten 10 - 20% können sich länger ziehen als beim klassischen Erstellen mit einem Page Builder. Man kann eben nicht mal kurz mit der Maus ein Element verschieben, wie es bei Elementor möglich ist.
Ein paar offene Fragen sehe ich außerdem noch beim Umgang mit Cookies (und den berüchtigten Cookiebannern) oder die Einbindung von Schriftarten (die für meine Seite vorgesehenen Schriftarten von Google ließen sich nicht lokal installieren).
Gravierende Probleme sind das jedoch nicht, das sollte sich alles lösen lassen. Nicht vergessen: Wir stehen noch immer am Anfang dieser Technik.
Am besten wäre für die Übergangszeit wohl eine Lösung, die beides vereint: Page Builder und Vibe Coding. Also etwas, das dir die Möglichkeit lässt, selbst dort Hand anzulegen, wo die KI bisher scheitert.
In 1-2 Jahren wird man Websites aber wahrscheinlich fast nur noch auf diesem Weg bauen (siehe dazu auch unten in den News die Meldung von Anthropic). Das wäre dann schon eine tiefgreifende Veränderung bei der Entwicklung von Websites.
Texteingabe am Computer
Das zweite Beispiel dafür, wie KI meine Arbeitsweise umgekrempelt hat, ist die Texteingabe. Den größten Teil meiner Texte spreche ich inzwischen ein.
Lange Zeit verstaubte das Mikro am Rand meines Schreibtischs. Jetzt nutze ich es jeden Tag.
Dafür nutze ich eine Transkriptions-App, also ein Programm, das gesprochene Sprache in geschriebenen Text umwandelt.
So bin ich von unter 50 Wörtern pro Minute Tippgeschwindigkeit auf 130-150 Wörter pro Minute gekommen. Im Laufe des Jahres habe ich dafür mehrere Transkriptions-Apps für den Mac getestet. Bei welcher ich am Ende gelandet bin, erfährst du im Video.
Eine zweite App hilft mir dann, wenn ich doch noch tippe. Das ist bei kurzen Texten der Fall und vor allem dann, wenn ich Sätze perfekt ausformulieren möchte, z.B. für meine Videoskripte.
Die App ahnt schon, wie ich einen Satz zu Ende bringen möchte, bevor ich ihn fertig geschrieben habe und schlägt mir die Wörter zur Vervollständigung vor. Wenn der Vorschlag passt, und das tut er wirklich oft, übernehme ich ihn mit einem Tastendruck. Entweder Wort für Wort oder gleich den ganzen Rest des Satzes. So beschleunigt KI ganz konkret meine Arbeit.
Ach so: Beide Apps laufen lokal auf meinem Mac, sie benötigen also keine Internetverbindung und senden auch keine meiner Eingaben an eine KI-Cloud.
📰 Am Montag wird die neue Siri vorgestellt
Über Apple schreibe ich heute bewusst nur kurz. Denn am Montagabend um 19 Uhr beginnt die Keynote der Entwicklerkonferenz WWDC, und alle heißen Gerüchte, über die ich jetzt noch referieren könnte, dürften schon morgen Abend überholt sein.
Lassen wir uns einfach überraschen, vor allem davon, was die neue Siri kann. Wirklich sicher ist bislang nur: Sie läuft mit Unterstützung durch Googles KI Gemini.
Ich halte es jedoch für möglich, dass die neue Siri in der ersten iOS-Beta, die direkt nach der Präsentation erscheint, noch gar nicht enthalten ist.
Apple hat sich mit den Siri-Versprechen schon einmal heftig die Finger verbrannt und könnte diesmal lieber auf Nummer sicher gehen und Siri erst später in die Beta einfügen.
Plausibel ist auch die Annahme, dass es sich bei iOS 27 abseits von Siri um eine Art Snow-Leopard-Update handelt.
Snow Leopard, Versionsnummer Mac OS X 10.6, war insofern besonders, als dass es kaum neue Funktionen enthielt, und sich dafür vor allem auf das Aufräumen "unter der Haube" konzentrierte.
Für meine Videos, in denen ich gerne neue Funktionen vorstelle, wäre das keine so gute Nachricht, für alle iPhone-Nutzer hingegen vielleicht schon. Am Montagabend wissen wir mehr.
📰 News der Woche
🤖 Claude entwickelt sich nun zu 80% selbst - Wie sieht die Zukunft aus?
Anthropic hat in einem Blogpost offengelegt, wie stark KI sich bereits selbst entwickelt. Über 80% des Programmcodes, den Anthropic in seine eigene Software einbaut, stammte im Mai 2026 von Claude selbst. Vor gut einem Jahr lag dieser Anteil noch im einstelligen Bereich.
So funktioniert KI-Entwicklung heute (Bild: Anthropic).
Anthropic spielt in dem Beitrag auch drei mögliche KI-Zukunftszenarien durch:
Im ersten Fall verlangsamt sich die Entwicklung wieder, etwa weil die Fortschritte kleiner werden oder schlicht Strom und Rechenchips knapp werden. Die heutige KI wäre dann zwar überall im Einsatz, aber der ganz große Sprung bliebe aus. Laut Anthropic ist das eher unwahrscheinlich.
Eine zweiter Möglichkeit: KI übernimmt immer mehr Routinearbeit, während Menschen weiterhin die Richtung vorgeben und die Ergebnisse beurteilen. Kleine Teams könnten dann leisten, wofür früher ganze Konzerne nötig waren. Diesen Weg halten die Anthropic-Entwickler für den wahrscheinlichsten.
Im dritten Fall baut die KI ihre Nachfolger irgendwann ganz allein, der Mensch tritt in den Hintergrund. Das ist das Szenario, das die Entwickler am meisten umtreibt, weil niemand sicher sagen kann, ob sich solche Systeme dann noch zuverlässig steuern lassen.
🔋 Das iPhone 18 Pro soll länger durchhalten können
Die Gerüchte zum nächsten iPhone verdichten sich, und eines davon dürfte viele freuen: Das iPhone 18 Pro soll einen spürbar größeren Akku bekommen. Konkret ist von 4.252 mAh die Rede, gegenüber 3.988 mAh beim aktuellen iPhone 17 Pro.
Dazu kommt der neue Chip A20 Pro, der deutlich sparsamer arbeiten soll. Mehr Kapazität und weniger Verbrauch, das sollte zusammen eine deutlich längere Laufzeit im Alltag ergeben. Ergänzt werden die Pro-Modelle dem Bericht zufolge durch eine variable Blende für die Hauptkamera, mit der sich die einfallende Lichtmenge besser steuern lässt. Als mögliche Folge stehen allerdings auch etwas höhere Preise im Raum, zuletzt war von einem Aufschlag von 100 Dollar die Rede. Noch sind das aber Gerüchte. (via GIGA)
Meine Einschätzung: Das wäre eine willkommene Verbesserung. Der Akku meines iPhone 17 Pro hält nach anfänglichen Problemen in der Regel zwar ausreichend lang, aber an nutzungsintensiven Tagen muss ich abends doch noch einmal nachladen.
Community News
🎤 Umfrage der letzten Ausgabe
Zu welchem Themenbereich wünschst du in Zukunft mehr Videos von mir?
Kommentare:
"Ich würde gerne die Kurzbefehle mehr nutzen wollen, mir erschließt sich allerdings die Logik für die Erstellung nicht so ganz. Also für mich detaillierte Beschreibung der Verwendung der Kurzbefehle-App"
"Wie richte ich mir ein neues iPhone ein? Nutze aktuell noch iPhone 8, möchte mit demnächst das 17e kaufen. Bislang nahm ich professionelle Hilfe beim Einrichten eines neuen Gerätes in Anspruch, würde dies gerne mal selbst schaffen."
In der neuen Umfrage der Woche möchte ich von dir wissen, ob und wie du die Keynote der WWDC verfolgen wirst.
Mein kostenloser Newsletter bietet dir jeden Sonntag eine Auswahl an Apple- und KI-News, exklusive Community-Inhalte und persönliche (Digital-)Beobachtungen. Melde dich jetzt gratis an und erhalte 4 Bonus-Videos zu iOS 26, iPadOS 26, macOS 26 und ein Kurztutorial für den YouTube-Player! Unten kannst du in den vergangenen Ausgaben blättern.
neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #94 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, 👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick! Mein Newsletter soll in Zukunft (noch) persönlicher werden. Deshalb werde ich häufiger eine Geschichte aus meinem Alltag an den Anfang stellen. Denn das ist schließlich der Teil, den du nur bei mir bekommst und nicht bei all den Apple- und KI-Nachrichtenportalen, die ohnehin viel schneller berichten, als ich es je könnte. 🍺 Mein...
neumann.digital (Newsletter im Browser ansehen) Liebe/r Reader, 👾 Grüße aus der digitalen Welt! An diesem Wochenende reicht es bei mir leider nicht für eine vollständige Ausgabe des digitalen Wochenrückblicks, denn ich stecke mitten zwischen 2 bzw. eigentlich sogar 3 Videos mit Deadlines, die es mir nicht erlauben, einen ganzen Nachmittag mit dem Newsletter zu verbringen. Dennoch wollte ich nicht ganz auf ein Update verzichten, denn für mein aktuelles Video habe ich weder Eisheiligen-Kälte...
neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #93 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, 👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick! In der kommenden Woche erscheint voraussichtlich das (überschaubare) Update iOS 26.5 für dein iPhone. Außerdem entwickelt Apple AirPods mit eingebauten Kameras und begibt sich damit auf heikles Terrain. Außerdem: KI ging bisher an dir vorbei, du möchtest nun aber einsteigen? Mit einem neuen kostenlosen Angebot kannst du schnell aufholen. 🍎...