Warum du jetzt (k)ein iPhone kaufen solltest


neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #96 (im Browser ansehen)

Liebe/r Reader,

👾 Grüße aus der digitalen Welt!
Hier ist der Digitale Wochenrückblick!

Ich bin der Hitze draußen ausgewichen (in der Wohnung ist es dennoch mollig warm) und schreibe mit einem Zitronenwasser ausgerüstet an dieser Ausgabe des Newsletters.

Bei mir ist in den letzten Tagen eine Menge passiert und damit beginnen wir auch gleich. Danach verrate ich dir, warum meine übliche iPhone-Kaufempfehlung in diesem Sommer nicht mehr gilt. Oder doch?

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Nie wieder Schlüssel suchen

Seit einigen Tagen brauche ich keinen Wohnungsschlüssel mehr. Möglich macht das das Smart Lock Ultra der österreichischen Firma Nuki, das mein Türschloss in ein digitales Zugangssystem verwandelt hat.

Ich öffne die Tür jetzt einfach über das Kontrollzentrum meines iPhones oder über meine Apple Watch. Mit der optionalen Funktion Auto Unlock öffnet sie sich sogar von selbst, sobald ich mich ihr nähere.

Für die Installation musste ich nichts bohren, nur den alten Zylinder gegen den Nuki-Zylinder austauschen. Das Pro-Modell von Nuki funktioniert sogar ohne Zylinderwechsel.

Dadurch eignen sich die Nuki Smart Locks nicht nur für Eigenheime, sondern auch für Mietwohnungen. Mein Vermieter fand das Thema sogar so spannend, dass er mich um einen Erfahrungsbericht gebeten hat.

Wenn auch du deine Wohnungs- oder Bürotür mit smarter Technologie aus Europa absichern möchtest, hol dir das Nuki Smart Lock Pro oder Smart Lock Ultra mit meinem Code neumann.digital jetzt 15% günstiger.

🏢 Mein 4. Büroumzug: Ende der Never-Ending-Story?

Vergangene Woche bin ich erneut umgezogen - bereits zum vierten Mal, seit ich mein "Home Office" verlassen musste, weil es zum Kinderzimmer umfunktioniert wurde. Kurzfristigkeit liegt ein wenig in der Natur der Sache, wenn man Büro-Untermieter ist: Denn die Räume stehen ja nicht selten deshalb leer, weil beim Vermieter gerade etwas nicht nach Plan läuft: Das Unternehmen war mal größer, musste sich jedoch verkleinern und vermietet daher die freien Flächen weiter. Sucht sich der Vermieter als Folge ein kleineres Büro, steht man als Untermieter schnell wieder auf der Straße.

Genau das ist mir nun dreimal hintereinander passiert. In zwei Fällen wurde mir nicht einmal mitgeteilt, dass das gesamte Büro bereits zur Vermietung ausgeschrieben war, als ich meinen Raum gerade erst bezogen hatte. Ich erfuhr es dadurch, dass plötzlich fremde Menschen an meine Tür klopften und sich die Räume ansehen wollten. Du kannst dir meine "Freude" sicher vorstellen.

Leider erwies sich auch mein erst im März bezogenes Büro in dieser Hinsicht als Fehlgriff.

Seit einer Woche bin ich nun in einem neuen Büro.
Dem bisher größten. Und: dem schönsten.

Diesmal wird alles (hoffentlich) anders: Denn hier ist die gesamte Etage an Einzelunternehmer und kleine Teams untervermietet, das vermietende Unternehmen hat ein eigenes Geschäftsmodell daraus gemacht.

Nun kann ich endlich in etwas mehr Deko und neues Equipment für Kamera und Licht investieren. Bisher hat mich die stete Ungewissheit davon abgehalten: Wozu etwas aufbauen, wenn man in ein paar Monaten schon wieder ausziehen muss?

Hat meine Never-Ending-Story nun ein Ende? Im Moment fühlt es sich jedenfalls so an.

Nebenkriegsschauplätze dieser Art haben mich in den letzten Wochen häufig von der eigentlichen Arbeit abgehalten. Ob man es mir in meinen Videos angemerkt hat, weiß ich nicht. Entspannt war die Zeit jedenfalls nicht, und das wirkte sich auch auf meine Gesundheit aus.

Deshalb freue ich mich umso mehr, dass bald ein Urlaub ansteht. Auf meinem YouTube-Kanal wird es daher nun etwas ruhiger. Dafür werde ich danach wieder in die Vollen gehen. Und ich möchte mir Zeit nehmen, in Ruhe über neue Angebote nachzudenken. Danke Reader, dass du mich auf dem Weg begleitest.

Der YouTube-Algorithmus ist und bleibt ein launisches Wesen. In den letzten Wochen sind meine Aufrufzahlen spürbar schwächer als im vergangenen Jahr.

Vielleicht merkte man meinen Videos auch ganz einfach die ganze Hektik drumherum an? Woran auch immer es lag, ich bin mir sicher, dass es nach dem Urlaub im neuen Büro wieder aufwärts geht, unabhängig davon, ob der Algorithmus mich mit Aufrufzahlen belohnt oder nicht..

Hast du auch schon einmal das Gefühl gehabt, endlich angekommen zu sein? Und wie schaltest du ab, wenn dir alles zu viel wird? Schreib mir gern, indem du auf diesen Newsletter antwortest.


🍎 Kauf dir jetzt (k)ein iPhone!

Diese Woche hat der scheidende Apple-Chef Tim Cook etwas getan, das er noch nie machte: Er veröffentlichte schlechte Nachrichten vorab. Gegenüber dem Wall Street Journal sagte er, Preiserhöhungen bei Apple seien "unvermeidlich". Bisher habe man versucht, die Kunden vor den steigenden Kosten zu schützen. Doch nun sei das nicht länger möglich.

Der Grund: Sowohl Arbeitsspeicher als auch Datenspeicher haben sich dieses Jahr massiv verteuert. Beim Arbeitsspeicher ist von bis zu 63% Aufschlag die Rede, beim Datenspeicher von bis zu 75%.

Die großen Rechenzentren von Google, Microsoft, Meta und Amazon kaufen Speicher in solchen Mengen, dass die Hersteller ihre Produktion für gutes Geld an diese Kunden verkaufen können. Selbst ein Unternehmen mit Apples Einkaufsmacht gerät dadurch unter Druck.

Was heißt das konkret? Beim für den September erwarteten iPhone 18 Pro könnte der Einstiegspreis laut Analysten um rund 200 bis 270 Dollar steigen.

Meine Einschätzung:

Was Trumps Strafzölle nicht schafften, schafft nun der unersättliche Rechenhunger der KI-Branche: Apple-Geräte werden teurer.

Bisher lautete mein Rat im Sommer immer: Kauf jetzt kein neues iPhone, sondern warte bis September, wenn die Preise der bisherigen Modelle günstiger werden.

Jedoch: Wenn die neuen Modelle teurer werden, sinken die älteren womöglich nicht mehr (so stark) im Preis wie bisher. Unterm Strich könnte es deshalb keinen Unterschied machen, ob du auf den Verkaufsstart des nächsten Modells wartest oder gleich zugreifst.

Falls du also ohnehin den Kauf eines Apple-Geräts geplant hast und nun ein richtig gutes Angebot siehst, dann solltest du wohl einfach zugreifen.


🎥 Meine Veröffentlichungen der Woche

9 iPhone-Sicherheitstricks, die fast niemand kennt (dabei sind sie so einfach)

video preview

Mein erstes Video aus dem neuen Büro:

Die Polizei darf dein iPhone gegen deinen Willen mit deinem Gesicht oder Fingerabdruck entsperren (bei einem konkreten Verdacht und mit richterlichem Beschluss). Das bedeutet jedoch nicht, dass du von nun an Face ID oder Touch ID gar nicht mehr nutzen solltest.

In diesem Video erfährst du, was du stattdessen tun kannst. Außerdem zeige ich dir 8 weitere Sicherheitseinstellungen für dein iPhone, von denen die meisten Nutzer gar nicht wissen, dass es sie gibt.


🇪🇺 Europe 2031: Düstere KI-Zukunft

In den letzten Tagen überlagerte der neuerliche Streit zwischen dem KI-Unternehmen Anthropic und der US-Regierung nahezu alle anderen KI-Nachrichten. Das leistungsfähigste öffentlich verfügbare Modell, Fable 5, wurde nach nur drei Tagen weltweit für alle Nutzer gesperrt. Selbst die Tagesschau, sonst bei KI-Themen eher unauffällig, berichtete über den Vorfall. Bei all dem Getöse ist ein anderes Thema nahezu untergegangen:

In "Europe 2031" prognostizieren führende europäische KI-Forscher, wie sich Europas KI-Rückstand bis zum Jahr 2031 auswirken könnte. Das Bild, das sie malen, ist düster.

Der Ausgangspunkt sind drei Fehleinschätzungen aus dem Jahr 2025:

  • Europa unterschätzte, wie schnell KI entwickelt wird
  • Es unterschätzte, wie tief KI alles verändert.
  • Es überschätzte die eigene Fähigkeit, den Rückstand wieder aufzuholen.

Europa verfügt über gerade einmal fünf Prozent der weltweiten Rechenleistung für KI. Die USA über rund 80 Prozent.

Im Szenario rutscht Europa Schritt für Schritt in die Abhängigkeit. Am Ende der Prognose, im Jahr 2031, bleiben unserem Kontinent nur drei schlechte Optionen. Zitat:

"Und weil Europa es all die Jahre versäumt hat, sich eigene Verhandlungsmacht aufzubauen, bleibt ihm am Ende nur die Wahl zwischen drei Übeln: amerikanisches Protektorat werden, die Zukunft an China abgeben oder isoliert vor sich hin verkümmern."

Schuld sind nicht böse Absichten Einzelner. Es sind die Anreize und die zu langsamen Prozesse. Ausgerechnet das, was Europa stark gemacht hat, der mühsame Konsens und die gründlichen Verfahren, wird ihm nun zum Verhängnis.

Ganz ohne Hoffnung lassen die Forscher uns aber nicht zurück. Sie zeigen fünf Maßnahmen auf, um das Ruder noch herumzureißen:

  1. Massiv in Rechenleistung und Energie investieren.
  2. Eine Allianz gleichgesinnter Länder schmieden.
  3. Die Arbeitsmärkte auf die KI vorbereiten.
  4. Die eigenen Stärken bei Robotik und Industrie ausspielen.
  5. Eine positive Vision für das KI-Zeitalter entwickeln.

Meine Einschätzung: Natürlich werden solche Zukunftsszenarien mit dem Ziel geschrieben, aufzurütteln und so mit dafür zu sorgen, dass sie eben gerade nicht eintreten. Daher sind sie zugespitzt. Wenn ich mir aber die fünf Maßnahmen durchlese, habe ich Zweifel, ob auch nur eine davon ernsthaft umgesetzt wird.

Wem das gesamte Szenario zu umfangreich ist, in dem die Prognosen halbherzig (und m.E. dem Anliegen nicht förderlich) in eine Romanhandlung gegossen wurden: Die deutsche Kurzfassung reicht und lässt sich in 5 Minuten lesen.


Claude Cowork eine Woche kostenlos testen

Claude Cowork ist das KI-Werkzeug, das ich mit Abstand am häufigsten nutze. Wenn du es noch nicht kennst und einmal kostenlos testen möchtest: Anthropic hat mir 3 Gästepässe zur Verfügung gestellt, mit denen du Cowork eine Woche kostenlos nutzen kannst.

Bedingungen: Das Angebot gilt nur für Nutzerkonten, die noch nie für Claude gezahlt haben und man muss dafür ein Zahlungsmittel hinterlegen (von dem während der ersten Woche jedoch nichts abgebucht wird).
Vollständige Nutzungsbedingungen der Aktion (engl.)

Wie immer bei solchen Aktionen gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst bzw. wat fott es, es fott, wie man in Köln sagt.


📰 News der Woche

⌚ watchOS 27: Viele Modelle fallen raus

watchOS 27 erscheint im Herbst und gleich fünf ältere Modelle gehen leer aus: Die Series 6, 7 und 8, die SE 2 und die erste Apple Watch Ultra bekommen künftig nur noch Sicherheitsupdates. Damit streicht Apple gleich drei Modelljahrgänge aus der Unterstützung.

So etwas gab es bei der Apple Watch noch nie. Als Grund nennt Apple die dafür nötige Rechenleistung. Neue Funktionen wie Siri KI liefen erst ab der Series 9, der Ultra 2 und der SE 3 zufriedenstellend. (via Macerkopf)

Meine Einschätzung: Gleich drei Jahrgänge auf einmal abzusägen, das ist schon ein Hammer. Wer 2022 z.B. eine als besonders leistungsfähig vermarktete Apple Watch Ultra 1 für damals 1.000 EUR gekauft hat, wird sich zu Recht ärgern, nun keine der neuen Funktionen nutzen zu können.

Vielleicht hätte man, ähnlich wie beim iPhone und Apple Intelligence, hier auch besser eine (einmalige) Aufteilung der Funktionen gewählt, statt Nutzern das neue Betriebssystem komplett vorzuenthalten.


Community News

🎤 Umfrage der letzten Ausgabe

iOS 27 setzt überwiegend auf Feinschliff statt neue Funktionen. Richtige Entscheidung von Apple?

Kommentare:

"Definitiv. Statt die ganze Zeit auf neue Funktionen zu setzen bin ich auch stark dafür, dass die vorhandene Software (deutlich) verbessert wird."
"Bei mir lief iOS 26 immer ohne Problem. Sei es auf dem iPhone, iPad , AppleTV oder die Homepods. Ich würde trotzdem für A stimmen, weill ich weiss dass es auch andere Leute gibt die Probleme haben. Vielleicht machst du noch ne Auswahl mit JA. Da würde ich dann auch drauf klicken."

In der neuen Umfrage der Woche möchte ich von dir wissen, ob die angekündigten Preiserhöhungen bei Apple deine Kaufpläne beeinflussen - und wenn ja, wie.


Liebe/r Reader

Einen entspannten Sonntag und beste Gesundheit wünscht dir

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