KI-Drama um Siri: Apple Incompetence?


neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #45 (im Browser ansehen)

Liebe/r Reader,

👾 Grüße aus der digitalen Welt!
Hier ist der Digitale Wochenrückblick.

Die Woche war bei Apple vollgepackt mit Produktankündigungen: Gleich 4 Geräte-Updates wurden vorgestellt. Währenddessen erlebt der Konzern jedoch ein wahres KI-Desaster mit der neuen smarteren Siri.

Wenn du gerne regelmäßig mit KI arbeiten möchtest, zeige ich dir heute, mit welchem Tool du die aktuellen KI-Sprachmodelle nutzen kannst, ohne für alle ein Abo abschließen zu müssen. Außerdem kannst du in meinem neuen Quiz testen, wie gut du dich mit den Sicherheitsfunktionen deines iPhones auskennst.


🍎 Apples "Air"-Woche: 4 auf einen Streich!

Apple präsentierte diese Woche gleich 4 Produkt-Updates - zwei neue iPads, ein aktualisiertes MacBook Air und einigermaßen überraschend auch den neuen Mac Studio, den viele erst zur Jahresmitte erwartet hatten. Alle Modelle kommen am 12. März auf den Markt und können jetzt vorbestellt werden:

Neues iPad Air – gleiches Design, mehr Power

Apple hat das iPad Air neu aufgelegt, wobei es sich dabei hauptsächlich um ein Chip-Upgrade handelt.

Das iPad Air 2025 ist mit einem M3-Chip ausgestattet, der über eine 8-Kern-CPU und eine 9-Kern-GPU verfügt.

Apple bietet das neue iPad AIr sowohl 11-Zoll- als auch 13-Zoll-Modelle an, mit Speicherkonfigurationen von 128 GB bis zu 1 TB. Der Einstiegspreis liegt bei 699 EUR.

Fazit: Keine großen Überraschungen, aber das iPad Air ist für mich die beste Kombination aus Leistung und Preis und wer schon immer eines wollte, kann bedenkenlos zugreifen. Wie bei praktisch allen Apple-Updates macht ein Kauf eher wenig Sinn, wenn man gerade erst im letzten Jahr beim iPad Air zugeschlagen hat.

Neues iPad – mit einer merkwürdigen Überraschung

Auch das Basis-iPad erhielt ein Update und ist damit schon in der 11. Generation. Mit dem Generationswechsel verfügt nun jedes bei Apple verfügbare iPad über Face ID oder Touch ID - der Home Button ist Geschichte.

In dieser neuen Generation hat Apple den A16-Chip und einen Mindestspeicher von 128 GB Speicher integriert. Einstiegspreis: 399 EUR.

Prinzipiell ein gutes Angebot, jedoch: Apple Intelligence wird auf dem neuen "normalen" iPad nicht laufen - eine merkwürdige Entscheidung. Schließlich wird diese 11. Generation wahrscheinlich für 2-3 Jahre das Standardmodell bleiben.

Fazit: Nachdem Apple bei der letzten Entwicklerkonferenz nahezu alles auf die KI-Karte gesetzt hatte (und viele Versprechen nicht einlöst, siehe unten), erscheint es widersprüchlich, ein solch wichtiges Modell ohne die KI-Fähigkeiten auszustatten, auch wenn diese momentan noch nicht berauschend sind.

Eher für Nutzer, die mit dem iPad nur surfen, Mails checken und Filme schauen wollen - was ja auch legitim ist.

M4 MacBook Air – erwartbares, aber leistungsstarkes Update

Auch das MacBook Air wurde aktualisiert und ist nun mit dem sehr leistungsstarken M4 Chip ausgestattet. Dies war allgemein erwartet worden.

Neu hinzugekommen ist die Farbe Himmelblau, die mir persönlich sehr gut gefällt (meiner Frau weniger). In den USA freuen sich Nutzer über den fairen Einstiegspreis (999 US-Dollar). Bei uns geht es erst bei 1.199 EUR los, das ist jedoch auch immerhin 100 EUR günstiger als beim Vorgängermodell.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass kaum jemand mit der Minimalausstattung auskommt, da 256 GB Speicher einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Mit halbwegs vernünftiger Konfiguration landet man schnell bei knapp 2.000 EUR.

Fazit: Als meinen nächsten Laptop könnte ich mir ein M4 MacBook Air sehr gut vorstellen - natürlich in himmelblau. Ich warte aber auf fallende Preise, mein alter Laptop funktioniert noch recht gut.

Überraschung: Neuer Mac Studio

Unerwartet aktualisierte Apple auch den Mac Studio bereits jetzt. Dieser ist nun ebenfalls mit einem M4 Max-Chip erhältlich. Etwas skurril ist jedoch, dass ausgerechnet die leistungsfähigere Variante des neuen Mac Studio nicht mit einem M4 Ultra, sondern mit einem M3 Ultra ausgestattet ist. In den ersten Tests waren beide Chips nahezu gleichauf in der CPU-Leistung.

Fazit: Es könnte sein, dass Apple sich den M4 Ultra-Chip für einen neuen Mac Pro aufhebt (der generell teurer ist als der Mac Studio) und mit dieser Entscheidung einer Kannibalisierung der Modelle vorbeugen will.

Ob es in diesen Sphären tatsächlich spürbare Unterschiede gibt, können nur Profi-Nutzer mit extremem Leistungsbedarf beurteilen, für die breite Masse ist das Gerät ohnehin nicht gedacht.


🤖 KI-Drama um Siri: Apple Incompetence?

Die im letzten Sommer groß angekündigten Siri-Verbesserungen werden deutlich verschoben – nicht nur um ein paar Monate, wie bisher bekannt, sondern auf das kommende Jahr.

Konkret geht es um Siris erweiterte Fähigkeiten, auf persönliche Daten in Apps zuzugreifen und mehr Aktionen in diesen Apps auszuführen.

Das ist besonders peinlich, da Apple genau dieser Funktion bei der Entwicklerkonferenz im letzten Jahr ein eigenes Vorstellungssegment widmete und sie seit einem halben Jahr in Werbespots für das iPhone 16 (!) bewirbt.

Hinter den Kulissen soll Softwarechef Craig Federighi mit den Fortschritten höchst unzufrieden sein. Manche Insider berichten sogar, dass die Entwicklung komplett neu beginnen könnte.

Die aktuelle Planung sieht nun vor, dass erste grundlegende Verbesserungen frühestens im ersten Halbjahr 2026 kommen, während die vollständige Überarbeitung von Siri möglicherweise erst 2027 erfolgt, wenn bereits iOS 20 veröffentlicht ist.

Ein massiver Rückschlag und Imageschaden für Apple im KI-Wettlauf mit Google, Amazon und anderen Tech-Unternehmen.


🎥 Meine aktuellen Veröffentlichungen

10 iPhone Geheimtipps für deinen Alltag (kennen die wenigsten Nutzer)

iPhones können heute viel mehr, als die meisten Nutzer ahnen. Abseits der Rampenlichts gibt es nämlich wenig bekannte Tricks, die deinen Alltag erleichtern. Einige davon sind so gut versteckt, dass selbst erfahrene iPhone-Nutzer sie nicht kennen. Heute zeige ich dir wieder 10 davon - denn gute iPhone Tricks kann man eigentlich nie genug haben, oder?

Im Video behaupte ich zu Beginn, dass Apple mit iOS 18.4 leider keine bahnbrechenden neuen Funktionen liefern wird. Ich beziehe mich dabei auf die Verzögerungen bei Siri, die nun sogar noch dramatischer ausfallen, als ich bei der Aufnahme dachte. Einige Zuschauer wiesen mich in den Kommentaren darauf hin, dass es mit den Apple Intelligence-Basisfunktionen, die erstmals auf Deutsch erhältlich sein werden, doch sehr wohl Neuerungen gebe.

Das stimmt natürlich, auch wenn es diese kommenden Funktionen schon seit mehren Monaten auf Englisch gibt. Wahrscheinlich haben die meisten Nutzer ihr iPhone jedoch in der Tat nie auf USA & Englisch umgestellt, um einmal die Grundfunktionen von Apple Intelligence auszuprobieren.

Für alle, die sich noch nie mit generativer KI beschäftigt haben, könnte iOS 18.4 somit eine neuartige Erfahrung sein. Alle, die bereits mit ChatGPT und Co. experimentiert haben, werden dagegen eher gelangweilt gähnen.

Und das bringt mich direkt zum heutigen KI-Thema:

🤖 Tool-Tipp für kostengünstige KI-Nutzung

Die ständigen Neuveröffentlichungen von KI-Sprachmodellen machen es schwer, den Überblick zu behalten. Zudem ist es kostspielig, für jeden Anbieter ein separates Abonnement abzuschließen.

Hier ist eine praktische Lösung für regelmäßige KI-Nutzer, die auf alle neuen Modelle zugreifen und gleichzeitig Kosten sparen möchten (keine Werbung, sondern meine persönliche Empfehlung):

Typingmind, das ich seit Dezember benutze, bündelt die führenden KI-Sprachmodelle - z.B. ChatGPT 4.5, Claude Sonnet 3.7 und Google Gemini 2.0 - unter einer gemeinsamen Benutzeroberfläche. Ein nahtloser Wechsel zwischen den Modellen innerhalb eines Chats ist jederzeit möglich.

Neu veröffentlichte Modelle werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden in Typingmind integriert.

Anders als viele anderen Anbieter arbeitet Typingmind nicht mit einem Abo-Modell, sondern verlangt nur eine einmalige Zahlung von aktuell 99 US-Dollar für die Premium-Version (günstigere Einstiegslizenzen sind nicht zu empfehlen). Das sind zunächst Mehrkosten, die sich jedoch schnell bezahlt machen.

Denn bei den KI-Anbietern selbst zahlt man dann nur für den tatsächlichen Gebrauch, was selbst bei meiner täglichen Nutzung deutlich günstiger ist als die üblichen ca. 20 Dollar pro Monat im Abo.

Nachteile:

  • Ganz so intuitiv wie die ChatGPT-Bedienung ist Typingmind leider nicht. Man muss sich zunächst etwas eingewöhnen.
  • Spezielle Funktionen wie der erweiterte Sprachchat von ChatGPT sind über Typingmind nicht verfügbar.

Dafür bietet die Plattform Zusatzfunktionen über Plugins wie für die KI-Suche Perplexity, mit der Sprachmodell-Ausgaben um aktuelle Internet-Suchergebnisse ergänzt werden können.

Zudem können verschiedene Nutzerprofile angelegt werden, mit denen z.B. die gesamte Tonalität der Antworten genau nach Vorgabe geändert werden kann - eine Funktion, die in den Originalanwendungen der Anbieter fehlt.

Qualitativ erscheinen mir die über die Chat-Schnittstellen gelieferten Ergebnisse sogar besser als die in den nativen Anwendungen von ChatGPT und Co.

Wenn du generative KI regelmäßig einsetzen und dabei nicht an einen Anbieter gebunden sein möchtest, ist Typingmind eine empfehlenswerte Option.


📢 News der Woche in Kürze

📺 YouTube führt Premium Lite (wieder) ein

YouTube hat ein günstigeres werbefreies Abo namens Premium Lite angekündigt. Für 5,99 EUR im Monat kannst du YouTube praktisch ohne Werbung genießen, musst aber auf weitere Premium-Funktionen wie Hintergrundwiedergabe oder Downloads verzichten. Eine gute Option für alle, die einfach nur werbefreie Videos schauen möchten.

Ich habe Premium Lite schon seit einem Jahr (offenbar bin ich in einer Testgruppe gelandet) und bin damit sehr zufrieden. (zur YouTube-Ankündigung)


👍 👎 App Store Bewertungen mit KI-Zusammenfassung

Mit iOS 18.4 führt Apple eine neue Funktion ein, bei der KI automatisch die Bewertungen im App Store zusammenfasst. Dies soll dir einen schnelleren Überblick über die Vor- und Nachteile einer App geben, ohne dass du zahlreiche Einzelbewertungen lesen musst. (via Mac Life)


📱💻 iOS 18.4: Mac mit dem iPhone einrichten

Mit iOS 18.4 wird dein iPhone dir bei der Einrichtung eines neuen Macs helfen können. Ähnlich wie jetzt schon bei gleichartigen Geräten (Mac zu Mac, iPhone zu iPhone) kann das iPhone dann wichtige Einstellungen und Zugangsdaten automatisch an einen neuen Mac übertragen. (via heise.de)


👾 Was passiert bei mir?

Ich habe mein erstes Quiz veröffentlicht:

Hätten Hacker und Datendiebe bei dir leichtes Spiel oder würden sie sich an deinem iPhone die Zähne ausbeißen? Du kannst dein Wissen zu den iPhone-Sicherheitsfunktionen jetzt im Quiz auf die Probe stellen:

Beantworte einfach 12 Fragen und du bekommst danach nicht nur eine Quiz-Auswertung mit deinem Risiko-Profil, sondern auch einen Mini-Ratgeber, der dir kurz und verständlich Tipps zu deiner Online-Sicherheit an die Hand gibt.

Wichtiger Hinweis: Das Quiz ist in erster Linie für Zuschauer konzipiert, die den Newsletter noch nicht abonniert haben, daher wirst du am Ende gebeten, dich für Updates von mir anzumelden. Gib bei der Abfrage einfach nochmal denselben Namen und dieselbe E-Mail-Adresse an wie du sie für deine Newsletteranmeldung verwendet hast.

Du bekommst dann zwar noch einmal eine Bestätigungsmail (das lässt sich nicht vermeiden), aber danach keine doppelten Newsletter-Zusendungen.


Community News

🎤 Umfrage der vergangenen Woche

Nach welchem Zeitraum ersetzt du meistens dein iPhone durch ein neues Modell?

Kommentare:

"'Früher' hab ich immer alle 2 ein neues gekauft. Jetzt nutze ich mein 12 pro seit über 4 Jahren. Die Preise für die iPhones steigen immer mehr und mir war es das einfach nicht wert."
"3 Jahre, danach 3 Jahre meine Frau"
"Bisher: iPhone 6, dann 11pro - und das werde ich sicher noch weitere 2 Jahre nutzen - Akku ist noch bei deutlich über 90 Prozent, obwohl ich es viel nutze."

In der neuen Umfrage möchte ich von dir wissen, welches der in dieser Woche vorgestellten Apple-Produkte für dich das spannendste ist.


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