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In Köln läuft diese Woche die Gamescom. Früher war das die stressigste Woche des Jahres für mich, inzwischen läuft die Messe an mir vorbei - naja, fast.
Außerdem: Apple hat zur Vorstellung der neuen iPhones geladen und diesmal wird nicht nur aufgrund des neuen CEO vieles anders sein. Und: Warum YouTube die Aufrufzahlen jetzt künstlich aufpumpt.
🕹️ Gamescom: Entspanntes Konzert statt 5 Tage Stress
Seit Mittwoch (bzw. seit Dienstagabend) läuft in Köln die Gamescom. In meinen 15 Jahren bei Electronic Arts war das verlässlich die stressigste Woche des ganzen Jahres. Seit sieben Jahren bin ich jetzt schon selbstständig, habe beruflich nichts mehr mit Computerspielen zu tun und jedes Jahr schrumpft mein Bezug zu dieser Messe ein kleines bisschen mehr.
Geblieben ist ein einziger Kontaktpunkt: das Gamescom City Festival auf den Kölner Ringen. Dort treten immer ein paar interessante Bands auf, man braucht kein Messeticket und der Eintritt ist frei. Gestern Abend sah ich mir dort ganz entspannt Thees Uhlmann an - ohne Gedanken an die stressige Messe.
Hast du auch so eine Veranstaltung oder einen Fixpunkt, der für dich früher absolut zentral war und nun komplett an dir vorbeiläuft?
🍎 Apple-Event am 9. September: Es gibt nur teuer
Apple hat wie erwartet zur großen Präsentation der neuen iPhones geladen. Erstmals wird dabei der neue CEO, John Ternus, durch die Veranstaltung führen. Interessant wird sein, ob er sich wie Tim Cook eher zurücknimmt oder Teile der Produktvorstellungen auch selbst übernimmt.
Vorgestellt werden nach übereinstimmenden Berichten ausschließlich teure Geräte: iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und erstmals ein faltbares iPhone. Das normale iPhone 18, das iPhone 18e und ein iPhone Air 2 folgen erst im Frühjahr 2027.
Auch wenn die genauen Preise noch nicht bekannt sind, ist klar, dass das neue iPhone 18 Pro erheblich teurer wird als der Vorgänger - von bis zu 300 Euro mehr ist die Rede. Und das faltbare iPhone wird wohl sicher über 2.000 Euro liegen.
Es wird viel gemutmaßt, was der Grund für die Abweichung von der über Jahre etablierten Veröffentlichungsstrategie ist. Meine Einschätzung: Beim iPhone gibt es zum einen die „normalen“ Nutzer, die ihre Geräte in der Tendenz immer länger behalten (was verständlich ist, da diese längst alles abdecken, was man wirklich braucht). Zudem könnte die Nachfrage nach einem Standard-iPhone gerade nach dem sehr starken iPhone 17 (immer noch eine gute Wahl) geschwächt sein.
Und auf der anderen Seite gibt es da eben die Kunden, die immer das neueste iPhone haben wollen. Wenn man dieser Käuferschicht nur teure Modelle anbietet, dann könnte das ausbleibende Verkäufe eines Standardmodells zumindest teilweise ausgleichen.
🖥️ Mac mini und Mac Studio mit neuen Chips
Etwas überraschend stellte Apple per Pressemitteilung diese Woche noch zwei Chip-Aktualisierungen für Mac mini und Mac Studio vor.
Der Mac mini bekommt den neuen M6-Chip und kostet in Deutschland ab 1.049 Euro, wahlweise gibt es ihn mit stärkerem M5-Pro-Chip ab 1.999 Euro. Der Mac Studio startet mit M5-Max-Chip bei 2.999 Euro, die Variante mit M5-Ultra-Chip bei 6.599 Euro. Vorbestellen kann man seit Dienstag, ausgeliefert wird ab dem 22. September.
Wofür benötigt man die Rechenleistung der neuen Chips überhaupt? In Apples Ankündigung zum Mac Studio geht es fast nur noch um künstliche Intelligenz, genauer gesagt um KI-Modelle, die direkt auf dem eigenen Rechner laufen. Videoschnitt und Musikproduktion werden kaum erwähnt, denn dafür reicht ein Mac aus den letzten Jahren völlig aus. Die Nutzungsszenarien sind also durchaus speziell. Dennoch werden sich sicher Käufer für die neuen Macs finden.
📱 Meta: Zapfenstreich für Jugendliche bei Instagram
Mehrere US-Bundesstaaten haben den Meta-Konzern verklagt, weil vor allem Instagram junge Menschen mit suchtfördernden Mechanismen an sich binde - mit zum Teil verheerenden gesundheitlichen Folgen.
Ein Urteil wird es jedoch nicht geben, denn Meta zog gewissermaßen die Notbremse: Im Raum standen Forderungen von bis zu 1,4 Billionen US-Dollar, eine Größenordnung, die selbst für dieses Unternehmen nicht mehr zu stemmen gewesen wäre.
Meta zahlt nun rund 12,7 Milliarden US-Dollar und verpflichtet sich zu einem Paket an Schutzmaßnahmen.
Für Jugendliche soll künftig gelten:
ein Zeitlimit von zwei Stunden pro Tag, das sich nur mit Erlaubnis der Eltern abschalten lässt
zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens sind zentrale Funktionen gesperrt
Wahlmöglichkeit eines Feeds, der nicht auf die persönlichen Interessen zugeschnitten ist
Wichtig: Diese Änderungen sind zunächst nur in den USA vorgesehen. Es gilt jedoch als nicht unwahrscheinlich, dass sie auch in Europa umgesetzt werden.
Einige Kommentatoren bedauern, dass Meta nun einer gerichtlichen Überprüfung entgeht. Auf der anderen Seite: Die Zugeständnisse sind nicht ohne und könnten der allgegenwärtigen Social-Media-Sucht tatsächlich entgegenwirken. Spannend wird sein, wie sich andere Plattformen wie TikTok und YouTube dazu positionieren, die sehr ähnliche Mechanismen nutzen.
Besteht die Erinnerungen-App auf deinem iPhone aus einer endlos langen Liste? Einkäufe, Arzttermine und Geschenkideen wild durcheinander, und morgens begrüßen dich ein Dutzend überfällige Erinnerungen, von denen keine wirklich fällig oder dringend ist? In diesem Videozeige ich dir, wie du das Aufgaben-Chaos beendest und die Erinnerungen-App mit einem System nutzt, bei dem nichts mehr liegen bleibt.
Hinter dem Teilen-Knopf deines iPhones und iPads versteckt sich viel mehr als bloßes Foto-Versenden und Links kopieren: Du kannst damit eine Webseite als PDF sichern, eine oft besuchte Adresse als Web-App auf den Home-Bildschirm legen oder ein großes Video per iCloud-Link auch an Menschen ohne iPhone schicken.
In diesem Video zeige ich dir, wie das Teilen-Menü aufgebaut ist sowie sechs Funktionen darin, die du im Alltag gut gebrauchen kannst.
🪠 YouTube pumpt die Aufrufzahlen künstlich auf
Seit dieser Woche sind die Aufrufzahlen, die du bei YouTube siehst, nicht mehr mit denen bisheriger Videos vergleichbar. Denn YouTube hat sich - angeblich im Namen der Transparenz - dazu entschieden, die Zählweise bei langen Videos der bei Kurzvideos anzugleichen.
Was zunächst nachvollziehbar klingen mag, ist in Wirklichkeit recht absurd: Schon bisher war es so, dass ein Aufruf als solcher gezählt wurde, wenn Zuschauer ein Video über das erste einzelne Bild (den ersten Frame) hinaus angesehen haben oder auf das Vorschaubild klickten. Gerade bei Letzterem könnte man einwenden, dass ein Anklicken nicht wirklich ein „Ansehen“ (View) des Videos ist.
Nun kommt es aber noch besser, denn die neue Zählweise bei YouTube beinhaltet jetzt auch die automatische Wiedergabe von Videos. Wenn du also mit der Maus nur über ein Video fährst und daraufhin die stumme Vorschau beginnt: Das ist nun ebenfalls ein Aufruf.
Zugleich behält YouTube auch die alte Zählweise, versteckt sie jedoch nun in den Statistiken, die nur die Kanalbetreiber sehen können. Und de facto sind diese sogenannten „aktiven Wiedergaben“ noch immer die eigentlich entscheidende Kennzahl, wenn es etwa um die Monetarisierung geht.
Warum nun dieser Mummenschanz? Keiner nimmt YouTube ab, dass es hier wirklich um Transparenz geht - denn wenn überhaupt, bringt diese Änderung weniger Transparenz statt mehr.
Der Grund ist vermutlich die Konkurrenz. Denn bei TikTok und Instagram wird schon länger so gezählt und das führt natürlich zu deutlich höheren öffentlichen Aufrufzahlen. Vielleicht also möchte man bei YouTube den Inhalteerstellern verdeutlichen, dass auch dort viele Aufrufe zu holen sind - auch wenn Aufrufe nun mit „Zuschauern“ wirklich kaum noch etwas zu tun haben.
Wie stark unterscheidet sich die alte Zählweise von der neuen? Bei mir erheblich: Mein neuestes Video lag gestern Nachmittag bei unter 1.000 aktiven Wiedergaben (alte Zählweise), nach der neuen Zählweise sind es hingegen bereits über 2.300.
Großer Unterschied: alte vs. neue Zählweise bei YouTube
💡 Tipp der Woche
Sticker für Chat-Apps mit ChatGPT erstellen
Seit dieser Woche kann ChatGPT aus deinen Fotos völlig nahtlos Sticker für WhatsApp und die Nachrichten-App machen. Aus diesem Katzenfoto lässt sich z.B. ein Stickerset wie unten erstellen:
Ausgangsbild
Stickerset in WhatsApp
So gehst du vor: Wähle in der ChatGPT-App die Option „Sticker“ in der Bilderstellung (oben links).
Wähle Stil, Fotovorlage und bei Bedarf noch Emojis aus, die im Sticker verwendet werden sollen. Tippe auf Generieren.
Deine Sticker werden erstellt. Du hast nun die Wahl, dein Stickerset in iMessage, WhatsApp oder in deiner Fotos-App zu speichern.
Community News
🎤 Umfrage der letzten Ausgabe
Hältst du ein faltbares iPhone grundsätzlich für eine gute Idee?
Kommentare:
„Handy und Tablet in einem, find ich super! Ein Gerät für alles.“
„Grundsätzlich finde ich die Idee gut. Einen wirklich Mehrwert für mich sehe ich allerdings (noch) nicht. Abschrecken ist dann noch der hohe Preis.“
„Wenn Apple ein Foldable macht, dann klappt das.“
In der neuen Umfrage der Woche möchte ich von dir wissen, womit du deine Aufgaben bzw. To-Dos verwaltest.
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neumann.digital - Digitaler Wochenrückblick #101 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, Das Konfetti von der Jubiläumsparty zur 100. Ausgabe ist aufgeräumt, der Alltag kehrt wieder zurück im Digitalen Wochenrückblick. Wobei, so ganz stimmt das nicht, denn ich befinde mich nach wie vor auf dem Weg der Genesung nach meiner OP. Daher gibt es heute mal kein Foto von mir, sondern von dieser Katze. Kein Symbolbild für mich in dieser Woche In dieser Woche lag ich aber nicht auf der faulen Haut,...
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neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #99 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, Willkommen zu Ausgabe 99. Das ist schon eine Menge Holz. Egal, wie lange du meinen Newsletter schon liest: Hast du vielleicht eine Frage, die du mir schon immer stellen wolltest? Dann stelle sie mir als Antwort auf diese E-Mail. Zur 100. Ausgabe mache ich bei entsprechendem Rücklauf einen kleinen Spezial-Abschnitt mit Antworten zu Leserfragen. In der heutigen Ausgabe geht es um 300 Euro, die größtenteils...