Wie Apple Robotern Gefühle beibringt


neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #42 (im Browser ansehen)

Liebe/r Reader,

👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick.

Diese Woche geht es um Roboter, denen Apple-Ingenieure menschliche Emotionen beibringen. Und es gibt weitere Details zum neuen iPhone SE, das bald auf den Markt kommen soll.

Außerdem: Apple steht eine Auseinandersetzung mit der britischen Regierung ins Haus und du erfährst, wie Kriminelle KI für ihre Zwecke nutzen.

🍎 EMOTION: Apple bringt Robotern Gefühle bei

Apple hat neue Forschungsergebnisse im Bereich Robotik veröffentlicht. Ziel des Projekts EMOTION ist es, Robotern beizubringen, menschliche Gesten und Emotionen zu verstehen und darauf zu reagieren.

  • Ein Beispiel: Wenn ein Roboter jemanden weinen sieht, könnte er eine tröstende Geste wie eine Umarmung anbieten.
  • Die Technik: Apple nutzt "Large Language Models" (LLMs), die Technologie, die auch hinter Chatbots wie ChatGPT steckt. Diese LLMs verarbeiten Bilder oder Texte, entscheiden dann, welche Reaktion angemessen ist, und setzen diese Entscheidung in Bewegungen für den Roboter um.
  • Die Aufnahmen: Apple hat für diese Forschung das Apple Vision Pro Headset verwendet, um menschliche Reaktionen aufzuzeichnen. Ein interessanter Einsatzbereich, denn man bisher nicht mit der Datenbrille in Verbindung gebracht hat.
  • Mustererkennung: Roboter, die Emotionen "fühlen", klingen nach Science-Fiction. Sie tun das aber auch nicht wirklich. Stattdessen erkennen und ahmen sie Muster nach. Nüchtern betrachtet führen sie nichts weiter als eine programmierte Reaktion aus, wenn sie einen Menschen als traurig identifizieren.

Das Projekt ist ein Fingerzeig, wie sich die Interaktion zwischen Mensch und Maschine verändern könnte. Roboter können für uns wahrgenommen einfühlsamer agieren und könnten in Zukunft z.B. bei der Pflege eingesetzt werden.


🤖 Wie nutzen Kriminelle KI für ihre Zwecke?

Die rasante Entwicklung von generativer KI hat - wenig überraschend - auch eine Schattenseite: Kriminelle Akteure nutzen die Technologie zunehmend für ihre Zwecke. Nun zeigt ein Bericht von Google, wie Hacker-Gruppen KI-Chatbots wie Gemini für sich nutzen.

Googles Beobachtung: KI wird derzeit vor allem als Beschleuniger für bekannte kriminelle Aktivitäten genutzt, führt aber (noch) nicht zu völlig neuartigen Angriffsformen.

Wie Kriminelle KI einsetzen:

  • Schadcode-Entwicklung: KI hilft Hackern, schneller und effizienter schädliche Software zu schreiben. Das bedeutet nicht unbedingt, dass diese Software grundsätzlich anders oder gefährlicher ist, aber sie kann in kürzerer Zeit und möglicherweise mit weniger Fehlern erstellt werden.
  • Schwachstellen-Suche: KI-Algorithmen können große Mengen an Code analysieren und so potenzielle Sicherheitslücken aufdecken, die für Angriffe ausgenutzt werden.
  • Informationsbeschaffung: Hacker nutzen KI, um Informationen über potenzielle Opfer zu sammeln und auszuwerten. Dies ermöglicht gezieltere und personalisierte Angriffe, beispielsweise durch Phishing-Mails. Die KI hilft, die "Vorarbeit" zu leisten, die Angriffe selbst bleiben aber im Wesentlichen gleich.

DeepSeek: Eldorado für Hacker?

Die in China entwickelte KI-Plattform DeepSeek sorgt für Aufsehen, weil sie mit führenden KI-Modellen mithalten kann, aber deutlich weniger kostet und als Open Source bzw. Open Weight-Modell relativ leicht von jedermann lokal betrieben werden kann.

Das wirft natürlich die Frage auf, welche Auswirkungen die einfache Verfügbarkeit solch leistungsstarker KI auf die globale (Cyber-)Sicherheit haben wird.


📢 News der Woche in Kürze

📱 Neues iPhone SE offenbar sehr bald im Handel

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass das neue iPhone SE sehr bald auf den Markt kommt, obwohl Apple dies noch nicht offiziell bestätigt hat. Das neue Modell soll sich optisch am iPhone 14 orientieren und sich als letztes Modell vom Home-Button verabschieden.

Viel wichtiger als Äußerlichkeiten ist jedoch, was drin steckt: Der erwartete A18 Chip würde nicht nur für eine flüssige Bedienung sorgen, sondern auch Apples KI ("Apple Intelligence") ermöglichen. Das wäre ein großer Sprung für das günstigste iPhone-Modell und würde fortschrittliche Funktionen auch für Nutzer mit kleinerem Budget zugänglich machen. (via Bloomberg)


🇬🇧 Großbritannien: Streit um iCloud-Verschlüsselung

Die britische Regierung hat Apple in einer geheimen Anordnung aufgefordert, eine "Hintertür" in die Verschlüsselung einzubauen. Man möchte Zugriff auf Nutzerdaten – ein massiver Eingriff in die Privatsphäre. Konkret geht es offenbar um den erweiterten Datenschutz mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die Apple optional für iCloud anbietet und die sicherstellt, dass nur der Nutzer selbst seine Daten entschlüsseln kann – nicht einmal Apple hat Zugriff.

Die britische Regierung argumentiert, dass sie diesen Zugriff für Ermittlungen benötigt, während Apple betont, dass eine solche Schwächung die Sicherheit aller Nutzer weltweit gefährden würde.
(via Bloomberg)


🗺️ Google Maps wird 20!

Der Online-Kartendienst Google Maps feiert sein 20-jähriges Bestehen. Seit dem Start im Februar 2005 hat sich der Dienst von einer einfachen digitalen Karte zu einem umfassenden Werkzeug mit zahlreichen Funktionen entwickelt.

Dazu gehören neben Routenplanung & Navigation auch die Suche nach lokalen Geschäften und Restaurants, Echtzeit-Verkehrsinformationen und die virtuelle Erkundung von Orten über Street View. (via heise.de)

Man kann sich heute kaum noch vorstellen, dass es früher ohne Karten-Apps ging - auch wenn ich mich an einige Episoden erinnere, in denen die Navigation mit Papierkarten zu ganz anderen Zielen führte als gewünscht.


👾 Was passiert bei mir?

Angeblich leiden derzeit ca. 8 Millionen Menschen an einem grippalen Infekt und diese Woche hat es meinen Sohn erwischt, der sich bis dahin tapfer gegen alle Kita-Viren und -Bakterien wehrte.

Er musste den Tag zwar nicht im Bett verbringen, war aber eindeutig nicht fit genug für einen Kita-Besuch. Daher musste ich in die Rolle als "Papa Katze" (siehe Foto) schlüpfen, um den jungen Mann zu bespaßen.

Das hat natürlich Vorrang vor jedem Videodreh, was dazu führte, dass ich momentan meinem Produktionsplan etwas hinterherhinke. So wird mein Video über die neue Apple Einladungs-App, das eigentlich für diese Woche geplant war, erst in der kommenden Woche erscheinen.

Derweil habe ich den Umzug auf die neue Newsletter-Plattform begonnen und wenn du diese Zeilen liest, dann bist du schon erfolgreich mit umgezogen und liest die erste Ausgabe im neuen Gewand. Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal dafür!


Community News

🎤 Umfrage der vergangenen Woche

Wie entsperrst Du Dein iPhone normalerweise?

Kommentare:

"Es gibt derzeit nichts besseres als diese 3D-Gesichtserkennung - äußerst komfortabel und sehr sicher"
"FaceID. Jedoch kommt es leider öfter vor das mein Gerät vor mir auf dem Tisch liegt und der Winkel nicht passt für FaceID. Ich wünsche mir dann immer eine sofortige Lösung zur Eingabe des Codes. Dauert immer paar Sekunden bis man ihn eingeben kann."

In der neuen Umfrage möchte ich von dir wissen, ob du die neue Apple Einladungen App schon ausprobiert hast


🎥 Meine aktuellen Veröffentlichungen

Die 20 wichtigsten Mac Shortcuts für Einsteiger 💻

Kennst du auch Nutzer, die scheinbar mühelos durch ihre Aufgaben fliegen, während du noch mit der Maus nach den richtigen Befehlen suchst? Ihr Geheimnis ist keine Zauberei, sondern sie nutzen Tastenkombinationen und sind dadurch wesentlich schneller. In diesem Video zeige ich dir die 20 wichtigsten Shortcuts, die jeder Mac-Einsteiger kennen muss.


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Apple Incompetence (Bild: @NekoMichiUBC auf X)

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