Wie du scheinbar verloren gegangene Safari-Tabs in wenigen Sekunden wiederfindest, Audiodateien mit eigenen Klingeltönen erstellst, sowie acht weitere iPhone-Tipps, die dir wirklich im Alltag weiterhelfen.
🤖 Kann ein Computer dich zum Weinen bringen?Das war die Titelzeile einer viel beachteten Werbeanzeige meines alten Arbeitgebers Electronic Arts (EA). Damals, in den 80ern, als sich die frisch gegründete Firma noch als eine Art Künstlerkollektiv begriff - lange ist's her. Für die Gründungsmitglieder war es schon damals keine Frage, dass man mit Computerspiel-Pixeln Emotionen hervorrufen kann - auch wenn das aus heutiger Sicht verwundert, wenn man sich die krude Grafik ansieht: In den 80ern hätten die meisten Menschen wohl vehement bestritten, dass sie von computererzeugten Inhalten zu Tränen gerührt werden könnten. Heute jedoch können wir diese Frage als geklärt betrachten. Die Antwort ist eindeutig ja, spätestens seitdem generative KI uns erlaubt, tatsächlich real wirkende Umgebungen zu erschaffen. Warum hole ich so weit aus? Dazu komme ich gleich. Schau dir aber zuerst ein paar Sekunden dieses YouTube-Video an, bevor du weiterliest. Der YouTube-Algorithmus schlug mir dieses Video am vergangenen Freitag vor und weckte erfolgreich meine Neugier - auch weil es inhaltlich überhaupt nicht zu den anderen Vorschlägen passte. Beim ersten Anschauen übersah ich einen kurz eingeblendeten Hinweis und folgte der ergreifenden Geschichte des älteren Herrn, der dort zu mir sprach. Was meinem geschulten YouTube-Blick sofort auffiel: Dieses Video ist ein riesiger Hit! Fast 4 Mio. Aufrufe in nur einem Monat, damit können selbst größten Technik-YouTuber kaum mithalten. Dazu über 11.000 Kommentare...dieses Video hat ganz klar einen Nerv getroffen. Dabei könnte die Botschaft nicht simpler sein. Kurz zusammengefasst lautet sie: „Warte nicht auf die Zukunft, um dein Leben zu leben. Lebe jetzt, statt auf einen fernen Moment in der Zukunft hinzuarbeiten, an dem du glücklich bist. Denn dieser Moment kommt nie.“ Zweifellos wahr, aber nicht gerade bahnbrechend neu. Warum also funktioniert dieses Video so gut? Weil die Geschichte hier scheinbar von einem Menschen erzählt wird, der der lebende Beweis für diese Botschaft ist. Und genau das macht sie ergreifend, man fühlt sich emotional berührt. Teenager kommentieren darunter, wie glücklich sie seien, dieses Videos nun in jungen Jahren gesehen zu haben und dass sie fortan nach dieser Maxime leben wollten. Auch ich konnte mich der eindringlichen Schilderung nicht entziehen und war kurz davor, das Video meiner Frau zu zeigen. Doch diesen Menschen, der da zu uns spricht, den gibt es nicht. Er wurde von einer KI erzeugt. Dies wird auch auf der Info-Seite des Kanals bestätigt: Die Menschen hinter dem YouTube-Kanal bleiben anonym. Ich vermute, dass auch die erzählten Lebensgeschichten mithilfe von KI erstellt oder zumindest erheblich optimiert wurden. Mit nur zehn Videos hat der Kanal, der erst seit Dezember 2025 besteht, bereits über 100.000 Abonnenten gewonnen. Es ist eindeutig: Hier sind Profis am Werk. Als mir klar wurde, dass es den älteren Mann aus dem Video gar nicht gibt, fühlte ich mich irgendwie...betrogen. Ging es dir auch so? Erfahrungen aus dem wahren Leben möchte man nicht von einem KI-generierten Avatar erzählt bekommen, der all das nie erlebt haben kann. Und das wissen die Macher natürlich, daher ist ihr Avatar so real wie es die heute verfügbare Technik zulässt. Wenn neue KI-Modelle erscheinen, bekommt man dazu oft irgendwelche „Benchmark-Werte“ um die Ohren gehauen. Die auch mir absolut gar nichts sagen. Aber das hier, die täuschend echte Imitation realer Personen mit ihren Lebenserfahrungen und Gefühlen, das verstehe ich. Und wie gefährlich das ist. „Die KI“ (bzw. diejenigen, die sie bedienen) muss nur die richtigen psychologischen Knöpfe bei uns drücken, dann kann sie spielend leicht Gefühle in uns auslösen - und uns zum Weinen bringen. Zumindest solange wir nicht bemerken, dass Computerchips hinter der Scharade stecken. 💡 Tipp der Woche📩 Gmail: Schneller Überblick über Newsletter-AbosIm Lauf der Zeit sammeln viele von uns eine Menge Newsletter-Abos - und irgendwann verliert man den Überblick. Gmail hat seit einigen Monaten eine neue Ansicht, mit der du auf einen Blick alle deine Newsletter-Abos und Mailinglisten überblickst und diese bei Bedarf direkt kündigen kannst. Klicke dazu in der linken Spalte einmal auf "Mehr" und dann auf "Abos verwalten" Hier nur ein kleiner Auszug der stattlichen Liste abonnierter Newsletter in meinem Test-Konto: Rechts befindet sich ein Button "Abbestellen", mit dem du dich ohne langes Hick-Hack vom dem jeweiligen Newsletter abmelden kannst (ich hoffe, du machst das nun nicht mit diesem Newsletter 😉). 📰 News der Woche📈 Apple vermeldet Rekordjahr für seine DiensteBei den letzten Storys über Apple könnte man meinen, der Konzern rast von einer Negativschlagzeile zur nächsten. Dabei läuft beileibe nicht alles schlecht: Der Services-Umsatz überschritt erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr. Die Services-Sparte umfasst alle digitalen Dienste wie App Store, Apple Music, Apple TV, iCloud und Apple Pay - also alles, was nicht direkt mit dem Verkauf von Hardware zu tun hat. (via MacLife) 🎬 Apple Creator Studio: Neues Abo-Paket für KreativsoftwareApple hat ein neues Abo-Paket für Kreative im Angebot: Das Apple Creator Studio enthält Final Cut Pro (Videoschnitt), Logic Pro (Musikproduktion), Pixelmator Pro (Bildbearbeitung) und weitere Tools für 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro pro Jahr. Wer die Programme lieber im Einmalkauf erwerben möchte, kann das weiterhin tun - die Einzelpreise bleiben unverändert. Für Schüler, Studierende und Lehrkräfte gibt es das Paket schon ab 2,99 Euro monatlich. Ob Nutzer nun allerdings gerade auf ein weiteres Software-Abo gewartet haben (das ist ja z.B. bei Adobe ein großer Stein des Anstoßes) oder ob alle Familienmitglieder ein Videoschnitt- oder Profi-Musikprogramm benötigen, steht auf einem anderen Blatt. Ich jedenfalls würde Einmalzahlungen für die Software stets bevorzugen.
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neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #82 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, 👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick! Siri bekommt nicht nur Hilfe von Google Gemini, sie soll sogar bald ein vollwertiger Chatbot werden. Wirft Apple dafür sogar sein Datenschutzversprechen über Bord? Außerdem berichte ich von meinen ersten Erfahrungen mit Claude Cowork und von der Erkenntnis: KI kann der bessere Kundendienst sein. iPhone-Selfie mal anders: Aufnahme der...
neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #80 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, 👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick! Bald ist es schon zu spät, ein frohes neues Jahr zu wünschen - nicht nur in der Weltpolitik ist schon einiges geschehen, ebenso bei mir und sicher auch bei dir - also wünsche ich dir an dieser Stelle, dass dein persönliches 2026 genau so verläuft, wie du es dir wünschst! An meinem 2026er-Lächeln sollte ich vielleicht noch feilen. Nach dem...
neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #79 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, 👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick! Das Jahr 2025 ist am Austrudeln und klassischerweise ist das der Moment, einmal zurückzublicken. In dieser Ausgabe findest du daher einmal einen Jahresrückblick zu Apple, unterteilt in das Gute, das Schlechte und das Fragwürdige. Außerdem wage ich einen persönlichen Jahresrückblick, gestützt durch Zahlen, Daten und Fakten, die einem die...