Mein kostenloser Newsletter bietet dir jeden Sonntag eine Auswahl an Apple- und KI-News, exklusive Community-Inhalte und persönliche (Digital-)Beobachtungen. Melde dich jetzt gratis an und erhalte 4 Bonus-Videos zu iOS 26, iPadOS 26, macOS 26 und ein Kurztutorial für den YouTube-Player! Unten kannst du in den vergangenen Ausgaben blättern.
👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick!
Heute werfen wir einen Blick auf die vielen Abgänge von Top-Managern bei Apple - und warum das zumindest in einem Fall sogar eine gute Nachricht sein könnte. OpenAI-Chef Sam Altman ruft derweil "Alarmstufe Rot" aus - ist der ChatGPT-Vorsprung dahin? Und: ich habe Googles neuen Bildgenerator getestet. Ergebnis: Ich kann KI-Bilder nicht mehr von echten Fotos unterscheiden 🤷♂️
🍎 Führungskräfte-Exodus bei Apple: Fluch oder Segen?
In den letzten Monaten haben mehrere hochrangige Manager Apple verlassen. Das sorgt für Aufsehen, denn bisher war das Unternehmen für Kontinuität in den oberen Etagen bekannt.
Nun jedoch reißen die Abschiedsmeldungen nicht mehr ab. Allein in der vergangenen Woche wurden die folgenden Abgänge publik:
Lisa Jackson, Apples Vizepräsidentin für Umwelt, Politik und soziale Initiativen (Ruhestand)
General Counsel Kate Adams (Ruhestand)
Alan Dye, Vizepräsident für Human Interface Design (Wechsel zu Meta)
John Giannandrea, Senior Vice President für maschinelles Lernen und KI-Strategie (Ruhestand)
Nun ist Tim Cook inzwischen schon mehr als 13 Jahre CEO von Apple und es ist nachvollziehbar, dass einige Manager, die mit ihm die Karriereleiter erklommen haben, sich sagen: reicht jetzt, meine Schäfchen sind im Trockenen. Der Abschied von Alan Dye überraschte jedoch.
Denn Dye war über viele Jahre für das Design von iOS und anderen Apple-Betriebssystemen verantwortlich. Er war es auch, der gerade erst bei der letzten WWDC Keynote Apples neue Designsprache Liquid Glass vorstellte.
Alan Dye (Foto: Apple)
Warum das keine schlechte Nachricht für Apple sein muss
Interessanterweise sehen einige Beobachter in seinem Abgang eine große Chance. In einem pointierten Artikel des Magazins Macworld wird argumentiert, dass gerade im Software-Design bei Apple in den letzten Jahren Stillstand herrsche.
Liquid Glass, so die Kritik, die ich gut nachvollziehen kann, tue nichts für die Nutzerfahrung, außer, dass es vielleicht "cool" aussehe. Dies jedoch zu Lasten guter Bedienbarkeit.
Die neuen Schalter in den iPhone-Einstellungen seien das beste Beispiel: Ein Schalter muss nichts tun, außer eine Funktion ein- oder auszuschalten und dies klar darzustellen. Mit Liquid Glass wurde aus dem bloßen Umschalten eine Art "Event" mit einer komplexen Animation gemacht, die nichts verbessert, sondern alles nur langsamer macht.
Schalter umlegen unter Liquid Glass: Spektakel ohne Mehrwert?
Auch die Einführung der transparenten App-Icons erfüllt keinen Zweck. Tatsächlich tue ich mir damit schwer, die richtigen Apps schnell zu finden. Genau das ist aber doch das Ziel, wenn ich mein iPhone bediene...?
Steve Jobs wird der folgende Satz zugeschrieben:
Design ist nicht nur, wie etwas aussieht und sich anfühlt. Design ist, wie etwas funktioniert.
Wenn man dem folgt, dann ist Liquid Glass kein Design - zumindest kein gutes.
Insofern könnte der Abschied von Dye Hoffnung auf frischen Wind bei Apples Software-Design machen, auch wenn sicher niemand von jetzt auf eben Liquid Glass abschaffen wird.
Die Option zur Abschwächung der Transparenz, die mit iOS 26.1 eingeführt wurde, deutet jedoch darauf hin, dass man selbst bei Apple nicht (mehr) zu 100% von der neuen Designsprache überzeugt zu sein scheint.
🤖 "Code Red" bei OpenAI: Hat ChatGPT seinen Vorsprung verspielt?
Sam Altman, der CEO von OpenAI, hat diese Woche intern den "Code Red" ausgerufen - also die Alarmstufe Rot. Was ist passiert?
In einem internen Memo hat Altman seine Mitarbeiter aufgefordert, sich voll und ganz auf die Verbesserung von ChatGPT zu konzentrieren.
Der Grund: Sowohl Google mit seinem Gemini-Modell als auch Anthropic mit Claude haben in den letzten Wochen neue KI-Modelle vorgestellt, die in vielen Bereichen besser abschneiden als ChatGPT (siehe weiter unten meine Erfahrungen mit Nano Banana Pro).
OpenAI will sich auf diese Bereiche konzentrieren:
Mehr Personalisierung bei ChatGPT
Verbesserte Bildgenerierung
Höhere Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit
Um diese Ziele zu erreichen, legt OpenAI nun andere Projekte vorübergehend auf Eis - darunter Werbung in ChatGPT (eine Aussicht, die viele Nutzer ohnehin bereits ärgerte) und sogenannte "Agenten", also KI-Assistenten, die eigenständig Aufgaben erledigen können.
Meine Einschätzung:
Ich hatte es in der vergangenen Ausgabe anklingen lassen: Google gewinnt nach und nach die Oberhand gegenüber OpenAI, das qualitativ seinen Vorsprung als "first mover" bereits weitgehend eingebüßt hat.
Viele Nutzer sind inzwischen unzufrieden mit der Antwortqualität des Chatbots. Nur aufgrund seiner Bekanntheit ist ChatGPT noch die Nummer 1. ChatGPT steht noch immer stellvertretend für KI-Chatbots, so wie Tempo für Taschentücher. Das jedoch könnte sich sehr schnell ändern.
Google hat aus seinen anfänglichen Fehlern (Stichwort Bildgenerator Bard mit den schwarzen Wikingern, US-Präsidenten und Nazis) gelernt und sitzt gleichzeitig auf dem wohl größten Schatz der heutigen Zeit: Einer schier unermesslichen Menge an Nutzerdaten.
Meine Prognose: Google wird kurz- bis mittelfristig das führende KI-Unternehmen werden. Es bleibt zu hoffen, dass sowohl OpenAI als auch andere Anbieter wie Anthropic oder Mistral eigene Nischen finden, in der sie Google weiterhin die Stirn bieten können, denn an einem KI-Monopol von Google dürften die wenigsten Interesse haben.
👾 Nano Banana Pro: Da steht ein Pferd auf dem Flur
Nach meinem Urlaub habe ich mich endlich intensiver mit Googles neuem Bildgenerator "Nano Banana Pro" (offizieller Name: Gemini 3 Pro Image) beschäftigt.
Die erste Überraschung: Gemini scheint manchmal zu vergessen, dass es über diesen leistungsstarken Bildgenerator verfügt. Erst nach einer kurzen Erinnerung funktioniert in diesen Fällen die Erstellung von Bildern wieder:
Nun zu den generierten Bildern, die ich einfach mal für sich selbst sprechen lasse:
Ich gebe es zu: Es gelingt mir nicht mehr, diese Bilder von echten Fotos zu unterscheiden. Waren KI-Fotos noch bis vor kurzem zu glattgebügelt und "perfekt", fehlen mir außer dem Wasserzeichen unten rechts jegliche Anhaltspunkte für KI (Man beachte z.B. den verschmierten Spiegel im 2. Bild).
Am besten an Googles Modell ist jedoch: Man kann einzelne Details verändern, während alles andere konsistent bleibt. Das ist ein erheblicher Unterschied zu ChatGPTs Bildgenerator.
Hier siehst, du, wie ich Schritt für Schritt ein Bild angepasst habe, das ich für eine Einblendung in einem kommenden Video erwogen habe:
Mit diesen Fähigkeiten wird dieser Bildgenerator nicht nur zur Gefahr für ChatGPT, sondern sogar für reine Bildbearbeitungssoftware wie Adobe Photoshop. Bilddetails zuverlässig per Texteingabe verändern - viel einfacher geht es nicht.
Photoshop selbst, das nur am Rande, bietet derzeit nur den Vorgänger der aktuellen Nano Banana-Version für die Bildbearbeitung an, aber sogar dieser scheint besser zu sein als das hauseigene "Firefly"-Modell.
📢 News der Woche
💶 EU verhängt 120 Millionen Euro Strafe gegen X (Twitter)
Die Europäische Union hat nun auch Elon Musks Plattform X erstmals zu einer hohen Strafe verdonnert. Wegen "irreführenden Designs", mangelnder Werbetransparenz und eingeschränktem Zugang für Forscher muss X 120 Millionen Euro zahlen.
Besonders das blaue Häkchen sorgte für Kritik: Nutzer können sich laut X "verifizieren", indem sie einfach dafür bezahlen, ohne dass eine echte Verifizierung der Person stattfindet.
X kann gegen die Strafe zwar Berufung einlegen, hat aber nur begrenzt Zeit, die Probleme zu beheben. Bei Nichteinhaltung drohen zusätzliche Strafzahlungen. (via appgefahren.de)
📸 iPhone 17 Pro: Nachtmodus bei Portraits fehlt
Apple hat den Nachtmodus aus der Portrait-Funktion der Kamera-App beim iPhone 17 Pro entfernt. Auf früheren Modellen konnten Nutzer Langzeitbelichtungen bei schlechten Lichtverhältnissen mit Portraits kombinieren - eine Funktion, die bereits seit dem iPhone 12 Pro verfügbar war. Apple hat bislang keine Erklärung für die Entfernung geliefert. (via MacRumors)
Anmerkung vor mir: Wenn es fast 3 Monate dauert, bis Nutzer bemerken, dass dieser Modus fehlt, dann hat ihn offenbar niemand genutzt.
Community News
🎤 Umfrage der letzten Ausgabe
Gehst du diese Woche auf Black Friday-Schnäppchenjagd?
Kommentare:
"Man spart am meisten, wenn man nichts kauft"
"Nichts kaufen bis die Preise wieder normal werden der Kunde ist König"
"Ich schaue da schon mal, aber nur gezielt, wenn ich was brauche"
In der neuen Umfrage der Woche möchte ich von dir wissen, ob du Weihnachtsgeschenke überwiegend im Laden oder online kaufst.
Mein kostenloser Newsletter bietet dir jeden Sonntag eine Auswahl an Apple- und KI-News, exklusive Community-Inhalte und persönliche (Digital-)Beobachtungen. Melde dich jetzt gratis an und erhalte 4 Bonus-Videos zu iOS 26, iPadOS 26, macOS 26 und ein Kurztutorial für den YouTube-Player! Unten kannst du in den vergangenen Ausgaben blättern.
neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #79 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, 👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick! Das Jahr 2025 ist am Austrudeln und klassischerweise ist das der Moment, einmal zurückzublicken. In dieser Ausgabe findest du daher einmal einen Jahresrückblick zu Apple, unterteilt in das Gute, das Schlechte und das Fragwürdige. Außerdem wage ich einen persönlichen Jahresrückblick, gestützt durch Zahlen, Daten und Fakten, die einem die...
neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #77 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, 👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier ist der Digitale Wochenrückblick! Heute mit einer etwas anderen Ausgabe: vom Küchentisch statt aus meinem Büro. Apple hat alle Experten mit iOS 26.2 überrascht, wenn auch eher mit dem Termin als mit dem Inhalt. Außerdem: OpenAIs erstes Update nach dem "Code Red" ist da: GPT 5.2. Bringt das neue Flaggschiff-Sprachmodell ChatGPT wieder an die Spitze? 🍎 iOS 26.2 ist da - ein...
neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #75 (im Browser ansehen) Liebe/r Reader, 👾 Grüße aus der digitalen Welt! Der Digitale Wochenrückblick meldet sich aus Strandnähe mit einer Urlaubs-Kurzausgabe 🏖️ Heute: Warum Apple 2 beliebte iPad-Funktion nach und nach zurückbringt und warum ich ernsthaft erwäge, mein ChatGPT Plus-Abo zu kündigen. 🍎 Warum Apple bei 2 iPad-Funktionen zurückrudert Mit iPadOS 26 hat Apple im Herbst mit "Apps als Fenster" einen Desktop-ähnliche Bedienungsmodus...