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Vorhang auf für ein kleines bisschen Horrorshow? 👁️
Published 2 months ago • 6 min read
neumann.digital - digitaler Wochenrückblick #41
Liebe/r Reader,
👾 Grüße aus der digitalen Welt! Hier kommt nicht Alex, sondern der Digitale Wochenrückblick.
Die heutige Ausgabe macht ungewohnte Abstecher auf das Börsenparkett und in die deutsche Rechtsprechung - dennoch ist beides mit iPhone und KI verbunden. Und weiter unten erfährst du eine wichtige Veränderung, die diesen Newsletter ab kommende Woche betrifft, also lies ihn bis zum Ende, sofern du weiterhin Updates von mir erhalten möchtest.
🚨 Polizeikontrolle? Dieser Handgriff könnte deine iPhone-Daten schützen
Wird die Polizei so die Face-ID-Abfrage der iPhones von Verdächtigen passieren?
Vergangene Wochen wies mich ein Rechtsanwalt bei einem Business-Plausch auf ein Urteil des Landgerichts Ravensburg aus dem Jahr 2023 hin, das mich überraschte - und das für viele Smartphone-Nutzer in Deutschland relevant sein könnte.
Die Polizei darf demnach beschlagnahmte Smartphones mit dem Fingerabdruck (zur Entsperrung von Touch ID oder einer ähnlichen biometrischen Überprüfung) des Verdächtigen entsperren. Diese Maßnahme gelte als "verhältnismäßig" und sei durch §81b StPO (Erkennungsdienstliche Maßnahmen bei Beschuldigten) gedeckt, so das Gericht. Aber es geht noch weiter:
Erst vor ein paar Tagen wurde diese Einschätzung durch ein Urteil des Oberlandesgerichts Bremen aus dem Januar bestätigt und klargestellt, dass sich dieses Recht keineswegs auf Fingerabdrücke beschränkt, sondern für jede Form biometrischer Zugangskontrolle gilt.
In einem Blog zur Polizeipraxis heißt es zu der Thematik (in waschechtem Polizeiduktus):
"Dass auch strafprozessuale Maßnahmen mit Zwang durchgeführt werden können, dürfte zwischenzeitlich niemand mehr ernsthaft bestreiten. So, dass die beschuldigte Person festgehalten werden kann, sowohl ihre Finger können so auf den Sensor des Mobiltelefons geführt werden, wie auch der Kopf fixiert werden kann, um von der Kamera erfasst zu werden."
Nun ist dies weder ein True Crime- noch ein Juristen-Newsletter und ich will hier das Urteil des Gerichts nicht inhaltlich bewerten. Aber möglicherweise fragst du dich wie ich nun:
Was kann ich tun, um als iPhone-Nutzer ein Szenario à la Clockwork Orange (Bild oben) zu vermeiden, wenn die Polizei sich Zugang zu den darauf gespeicherten Daten verschaffen möchte?
Zwar wird in den begleitenden Artikeln zu diesen Urteilen darauf verwiesen, dass ein alphanumerischer Entsperrcode auch nicht mehr Schutz biete - eine plausible Erklärung, wie die Entsperrung dann ohne die Mitwirkung des Beschuldigten und ohne langwierige forensische Maßnahmen der polizeilichen IT erfolgen soll, bleiben diese Beiträge jedoch schuldig.
Daher möchte ich entgegen meiner sonstigen Empfehlung raten: Solltest du einmal in eine Situation kommen, in der die Polizei Zugriff auf die Inhalte deines iPhones verlangt (und du das nicht möchtest), kann es hilfreich sein, die biometrische Entsperrung per Touch ID oder Face ID zu DEAKTIVIEREN.
Dafür musst du nur die Seitentaste und eine der Lautstärketasten gleichzeitig gedrückt halten. Das bringt dich direkt in den Notruf-Bildschirm und dieser deaktiviert automatisch Face ID bzw. Touch ID. Ab diesem Moment wird nur noch dein Code akzeptiert - ein kleiner, aber möglicherweise wichtiger Trick. Alternativ kannst du dein iPhone natürlich auch einfach ausschalten, denn auch dann wird zur Nutzung nur noch der Code akzeptiert.
🤖 DeepSeek: ein bisschen weniger revolutionär
DeepSeek Logo
Sofern du nicht unter einem Stein ohne Mobilfunkempfang und WLAN lebst (dann würdest du auch diesen Newsletter nicht erhalten), ist dir der Hype um das chinesische Large Language Model DeepSeek nicht entgangen, das in einer Liga mit den besten Modellen von Open AI spielt.
In den letzten Tagen wurde viel darüber berichtet, dass DeepSeek angeblich nur 5,5 Millionen Dollar für die Entwicklung seiner KI ausgegeben hätte - im Vergleich zu den Milliarden, die amerikanische Unternehmen gerade investieren (siehe letzte Ausgabe), eine geradezu lächerlich geringe Summe.
Nun ist jedoch klar: Die oft zitierten 5,5 Millionen Dollar waren nur die reinen Trainingskosten für den finalen Durchlauf. Die tatsächlichen Entwicklungskosten, die auch die vorherige Forschung und zahlreiche Experimente einschließen, liegen vermutlich beim Zehnfachen oder sogar darüber.
Wenn es 55 Millionen Dollar waren: das wäre immer noch ein Scherz im Vergleich zu den gigantischen Summen, die amerikanische Tech-Giganten derzeit in ihre KI-Entwicklung stecken (bis zu 500 Milliarden). Ein gewisser Restzweifel an den Zahlen bleibt bei chinesischen Firmen jedoch bestehen.
Falls du DeepSeek einmal selbst ausprobieren möchtest, empfiehlt sich die Nutzung über Perplexity Pro - dort werden die Daten in der EU und den USA gehostet und nicht nach China weitergegeben, wie auf der DeepSeek-Website.
Und was den starken Kurseinbruch von NVIDIA angeht: Ich bin mir zu 99% sicher, dass es sich hier um eine Überreaktion des Marktes handelt und schließe mich dem Jevons-Paradoxon an, nach dem eine Ressource (Grafikprozessoren) noch häufiger nachgefragt wird, wenn ein günstigerer Weg gefunden wurde, diese einzusetzen (DeepSeek-Algorithmus). Natürlich kein Anlagetipp.
📢 News der Woche in Kürze
Neue Siri-Version verspätet?
Apple CEO Tim Cook sagte in einem Interview, dass die "neue" Siri, die auf der WWDC 2024 vorgestellt wurde, in "einigen Monaten" erscheine, was Spekulationen über eine mögliche Verzögerung aufwirft. Denn eigentlich rechnete bislang jeder mit einer Veröffentlichung im April. (via Mark Gurman)
WhatsApp: Neuartige Spionage
Rund 90 WhatsApp-Nutzerinnen und Nutzer wurden offenbar Ziel einer gezielten Spyware-Attacke. Die Spionagesoftware, die von dem israelischen Unternehmen Paragon Solutions entwickelt wurde, steht im Verdacht, Nutzerdaten kompromittiert zu haben. Betroffene Nutzer wurden gewarnt (via spiegel.de)
Apples AR-Brillen-Projekt eingestellt
Apple hat angekündigt, die Entwicklung einer leichten AR-Brille mit dem Codenamen N107 einzustellen und nimmt damit einen Rückschlag im Bereich der Wearables hin. Die Brille sollte als eine kompakte Alternative zur deutlich klobigeren Vision Pro fungieren. Ursprünglich geplant als Zubehör für das iPhone, scheiterte das Projekt an technischen Herausforderungen und unzureichender Rechenleistung (via Caschys Blog).
👾 Was passiert bei mir?
Bavaria Bier in Holland
Gerade befinde ich mich auf einem kurzen Wochenendausflug in Holland, und durfte gestern strahlenden Sonnenschein bei frostigen Temperasturen genießen. In den Tagen zuvor habe ich allerdings viel hinter den Kulissen gearbeitet und den bevorstehenden Umzug dieses Newsletters vorbereitet.
Denn obgleich das aktuell verwendete Newsletter-Plugin meiner Website alles bietet, um den Newsletter an sich zu erstellen und zu verschicken, gibt es dort leider keinerlei praktikable Möglichkeit, Nutzer nach ihren Interessen zu gruppieren oder nach dem Status als Mitglied oder Nicht-Mitglied in meinen Bezahlangeboten. D.h. mein Newsletter war bisher zwangsläufig ein "One size fits all"-Format, was mit der wachsenden Zahl an Abonnenten immer weniger gut passte.
Damit ich meine Newsletter persönlicher gestalten kann, muss also ein Plattformwechsel her. Nach zahlreichen Tests, die inzwischen fast ein Jahr andauern, habe ich mich nun auf die Plattform Kit festgelegt und von dort wird der Newsletter bald ausschließlich versendet werden. Das sieht dann ungefähr so aus:
Da ich weiß, dass dies nicht die Prämisse ist, unter der du deine Einwilligung für den Erhalt des Newsletters gegeben hast, werde ich dich in den kommenden Tagen darum bitten, deine Newsletter-Anmeldungzu erneuern. Der Newsletter erscheint dann während einer Übergangszeit von ca. 2 Wochen über beide Systeme, bis er danach ausschließlich über Kit kommt und die Daten im alten System gelöscht werden.
Du musst jetzt noch nichts tun. Sobald das Formular aktiv ist, erhältst du eine Mail mit Bitte um Neuanmeldung von mir. Nur wenn du der Bitte nachkommst, erhältst du weiterhin meinen Newsletter, niemand wird automatisch umgezogen.
Ich werde mein Bestes tun, damit der Umzug so reibungslos wie möglich verläuft und du in dieser Zeit keine doppelten Mails von mir bekommst.
Community News
🎤 Umfrage der vergangenen Woche
Das neue iPhone Air-Modell soll besonders dünn und leicht werden - dafür hat es aber voraussichtlich Einschränkungen bei Kamera und Akku. Wäre es was für dich?
Kommentare:
"Mit zunehmendem Alter und nachlassender Sehkraft ist mir ein großes, hochauflösendes Display am wichtigsten, gefolgt von einer guten Kamera mit Tele. Akkulaufzeit von einem Arbeitstag reicht mir, da hatte ich selten Probleme."
"Dünnes Phone - dicke Probleme. Lässt sich sehr gut an diesen extrem dünnen Laptops beobachten. Technik und Wärmeabfuhr brauchen Platz. Und außerdem will ich nicht, daß mein Smartphone zerbricht, wenn ich mal heftig niese."
In der neuen Umfrage möchte ich von dir wissen, welche Methode du zum Entsperren deines Smartphones nutzt.
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